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Mitteldeutsche Zeitung: Kommentar zum Mindesthaltbarkeitsdatum

Halle (ots) - Das Vorhaben der EU, Mindesthaltbarkeitsangaben für Nudeln, Reis, Tee oder Kaffee abzuschaffen, ist vernünftig. Diese Lebensmittel halten meist viele Jahre länger, als die Verpackungsaufdrucke es Glauben machen. Dabei wird das Datum oftmals als Frist missverstanden, innerhalb der das Produkt verzehrt werden muss. Das ist bei Mindesthaltbarkeitsangaben aber nicht der Fall. Ungeachtet dessen werden einwandfreie Erzeugnisse mit abgelaufener Mindesthaltbarkeit massenhaft entsorgt. Daran wird auch das EU-Vorhaben wenig ändern. Denn Trockenprodukte und andere langlebige Lebensmittel tragen nur zu drei Prozent zum Lebensmittelmüllberg bei. Das Gros der 6,7 Millionen Tonnen an Essbarem, das deutsche Haushalte pro Jahr in die Tonne werfen, besteht aus Obst, Gemüse und Brotwaren. Weltweit werden jährlich zwei Milliarden Tonnen Nahrung vernichtet.

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