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Mitteldeutsche Zeitung: zu Hartz IV

Halle (ots) - Die Vorschläge ähneln einer Ideensammlung, die sich aus der Alltags-praxis in Jobcentern und Arbeitsagenturen speist. Fraglos ist es sinnvoll, im Fall überzahlter Hartz-IV-Leistungen die aufwendigen und zumeist erfolglosen Rückerstattungsforderungen einfach sein zu lassen. Gewiss beschleunigt es die Verwaltungsverfahren, wenn Pauschalen anstelle kompliziert zu errechnender Einzelbeträge treten. Auch der BA-Vorschlag, wiederholt säumigen Kunden die Zahlungen komplett zu streichen, ist - bei aller Härte -zumindest leicht umzusetzen. Doch ist es sinnvoll, mit hohem Aufwand Menschen in der Arbeitsvermittlung zu belassen, die maximal drei Stunden am Tag arbeitsfähig sind? Wäre es nicht besser, die Bemühungen auf Kinder aus Hartz-IV-Haushalten zu konzentrieren, um sie vor Langzeitarbeitslosigkeit zu bewahren? Die Antwort wäre eine Reform wert.

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