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Mitteldeutsche Zeitung: Geschichte Opferverbände: Zwangsblutspenden durch DDR-Häftlinge waren Körperverletzung

Halle (ots) - Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Rainer Wagner, sieht nach dem jüngsten Bericht über Zwangsblutspenden von DDR-Häftlingen für das Rote Kreuz in Bayern den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. "Das ist mir neu", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). "Zuzutrauen wäre es ihnen. Da ist der Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt." Wagner fügte mit Blick auf die Zwangsarbeit von DDR-Häftlingen zugunsten westlicher Unternehmen hinzu: "Wir sind an einer umfänglichen Aufarbeitung interessiert. Und wir wollen alle Beteiligten ins Boot holen und versuchen, für die Betroffenen etwas zu erreichen." Denkbar sei beispielsweise eine Entschädigung in Form einer Rente aus einem Fonds, in den Unternehmen, aber auch das Bundesfinanzministerium einzahlten. Wagner bezog sich auf eine Studie der Stasi-Unterlagenbehörde, über die das ARD-Magazin "Report" berichtet hatte.

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