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Mitteldeutsche Zeitung: Streitkräfte Guttenberg verneint "ostdeutschen" Charakter der Bundeswehr

Halle (ots) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist dem Eindruck entgegen getreten, die Bundeswehr habe einen besonders ostdeutschen Charakter. "Die blödsinnige Debatte ist hoch gekommen, als die Division aus Leipzig die tragende Division im Afghanistan-Einsatz war", sagte er der Online-Ausgabe in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag-Ausgabe). "Jetzt ist es eine süddeutsche Division, in der man eine ganz andere Zusammensetzung hat." Guttenberg hält "eine pauschale Debatte für gefährlich, insbesondere wenn sie dazu führen sollte, Rückschlüsse auf den Bildungsstand der Soldaten zu ziehen. Egal, ob die jungen Frauen und Männer aus Ost-, West-, Nord- oder Süddeutschland kommen - sie bringen ihre Begabungen mit und bringen sich in ihrer ganzen Vielfalt ein." Der CSU-Politiker widersprach auch der Behauptung, die Bundeswehr agiere zunehmend abgekoppelt von der Gesellschaft, etwa beim Afghanistan-Einsatz. "Ich stelle fest, dass die Gesellschaft mehr und mehr Anteil nimmt, auch an den Auslandseinsätzen und den Befindlichkeiten unserer Soldaten. Allerdings ist hier noch ein Stück des Weges zu gehen. Dafür wiederum müssen wir die Realitäten der Auslandseinsätze klarer beschreiben. Die heutigen Zeit- und Berufssoldaten als abgekoppelt von der Gesellschaft zu bezeichnen, ist nachgerade absurd."

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