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Mitteldeutsche Zeitung: Bundeswehr Ex-Generalinspekteur Kujat kritisiert unseriöse Debatte über Einsparungen bei der Bundeswehr

Halle (ots) - Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Harald Kujat, hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, kritisiert, weil sie eine Verkleinerung der Bundeswehr angeregt haben, obwohl eine von Guttenberg beauftragte Kommission unter Vorsitz des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, gerade erst damit begonnen hatte, Vorschläge für Strukturreformen auszuarbeiten. Das Vorgehen der Koalitionspolitiker sei "merkwürdig" und "unseriös", kritisierte Kujat in der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe). Er fuhr allerdings fort: "Ich halte eine weitere Reduzierung der Streitkräfte für möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zahl der Eingreifkräfte von momentan 50 000 Soldaten erhöht wird und diese vernünftig ausgerüstet sind." Auch sei die Wehrpflicht bei der von Hoff vorgeschlagenen 200 000-Mann-Armee de facto nicht mehr zu halten, so Kujat - unter anderem deshalb, weil die Ausbilder von Wehrpflichtigen nicht in Auslandseinsätze geschickt werden könnten. Der Ex-Generalinspekteur hatte kürzlich in der Weise-Kommission vorgesprochen.

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