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Mitteldeutsche Zeitung: zu Köhler

    Halle (ots) - Die Überraschung ist ausgeblieben. Horst Köhler bleibt Bundespräsident. Mit diesem Votum liegt die Bundesversammlung nahe an der Stimmung im Volk. Köhler ist beliebt. Er gilt als besonnen und verlässlich. Als einer, der auf dem Teppich bleibt und nicht vergessen hat, dass er aus kleinen Verhältnissen kommt. Mit der Wahl Horst Köhlers haben Union und FDP ihren Kandidaten im Schloss Bellevue etabliert. Im bürgerlichen Lager ist die Versuchung jetzt groß, dies als Signal für einen Aufbruch zu einer neuen, schwarz-gelben Regierungsmehrheit zu werten. Ob's hilft? Wohl kaum. Der Wettstreit um das Präsidentenamt ist bei der Bundestagswahl Ende September längst vergessen. Dann wird Horst Köhler seine Geschäfte weitere vier Monate geführt haben wie bisher: zuverlässig - und unauffällig.

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