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Mitteldeutsche Zeitung: zu Piraten

    Halle (ots) - Die Piraten haben jedenfalls keinen Anspruch auf ein Strafverfahren in Deutschland, nur weil die Festnahme durch deutsche Soldaten erfolgte. Es ist ja auch eher zufällig, ob nun eine deutsche Fregatte in der Nähe eines Piratenüberfalls ist oder ein russisches Schiff. Entgegen mancher Vorurteile besteht in Kenia ein mit Einschränkungen funktionierendes Rechtssystem. Das gestehen auch Menschenrechtler ein. Gegen Prozesse in Kenia bestehen also keine prinzipiellen Bedenken. Und wenn jetzt zusätzlich die EU ein Auge auf den weiteren Umgang mit den überstellten Piraten hat, dann ist das gefundene Verfahren nicht das schlechteste. Vermutlich wird sich Kenia den Einsatz seiner Gerichte von Europa ordentlich bezahlen lassen, so dass das Land auch kein Interesse daran haben wird, negative Schlagzeilen zu produzieren.

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