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Mitteldeutsche Zeitung: Politik Böhmer: Sodann-Äußerungen könnten den Ostdeutschen schaden

Halle (ots) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) befürchtet, die jüngsten Äußerungen des Präsidentschafts-Kandidaten der Linkspartei, Peter Sodann, könnten den Ostdeutschen schaden. "In dem er so tut, als ob er die ostdeutsche Gemütslage repräsentiere, besteht natürlich die Gefahr, dass wir nicht mehr ernst genommen werden, weil man sagt, die nehmen sich selbst nicht ernst", sagte Böhmer der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe). "Ich schätze Herrn Sodann als einen guten Schauspieler mit komödiantischer Note. Für die Besetzung der Rollen sind die Regisseure verantwortlich. Diejenigen, die über die Besetzung entschieden haben, nehmen das wahrscheinlich alles nicht so ernst." Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei) erklärte mit Blick auf Sodanns Aussage, als Polizist würde er Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verhaften: "Ich würde die Äußerung als emotionale Äußerung werten, nicht als juristisch durchdachte Äußerung. Für die Verhaftung von Herrn Ackermann durch die Polizei braucht man einen entsprechenden Verdacht oder eine Straftat. Man kann sich in der Politik durchaus auch einmal emotional äußern. Man muss nur darauf achten, dass diese Äußerungen nicht missverstanden werden." Zu Sodanns Erklärung, Deutschland sei "keine Demokratie", sagte Wolf: "Natürlich leben wir in der Bundesrepublik Deutschland in einer parlamentarischen Demokratie." Sie könne und müsse jedoch verbessert werden Pressekontakt: Mitteldeutsche Zeitung Chefredaktion Tel.: 0345 565 4300 Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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