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Mitteldeutsche Zeitung: Nahverkehr Umstieg auf Bahn bleibt aus - Fahrgäste-Plus nur bei Bahnkonkurrenz

    Halle (ots) - Trotz gestiegener Spritpreise ist in Sachsen-Anhalt ein Umstieg von Pendlern auf die Bahn bislang ausgeblieben. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitagausgabe). Demnach sind nach Angaben der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa) die Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr gegenüber 2006 sogar leicht gesunken. 2005 wurden 25,1 Millionen Fahrgäste gezählt, 2006 waren es 25,7 und 2007 nur noch 24,1 Millionen. Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) kündigte in der Zeitung eine Qualitätsoffensive im Nahverkehr an, um mehr Menschen auf die Bahn zu locken. "Es dauert einfach, bis Menschen ihre Mobilitätsgewohnheiten ändern", sagte Nasa-Sprecher Wolfgang Ball der MZ. Ganz entscheidend für einen Umstieg seien letztlich das Angebot und der Service, so Ball. So habe etwa der private Anbieter Veolia Verkehr im Gegensatz zur Deutschen Bahn und ihrer Töchter zwischen 2005 und 2007 deutlich zulegen können. Die Steigerung habe auf allen Veolia-Strecken in Nordharz bei durchschnittlich zehn Prozent gelegen. Veolia hat - im Gegensatz zur DB - in allen Zügen Fahrkartenautomaten und verkauft Tickets im Zug ohne Aufschlag. "Die Fahrgäste schätzen den Service, das wirkt sich natürlich aus", sagte Verkehrsminister Daehre der MZ.

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