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Lausitzer Rundschau: Am Defibrillator Die FDP und ihr Lage nach der Bremen-Wahl

Cottbus (ots) - Eigentlich waren die Liberalen nach der verlorenen Bundestagswahl 2013 politisch mausetot. Innerlich zerstritten, beim Wähler verhasst, ohne Konzept und Markenkern. Doch Parteichef Lindner hat in den vergangenen Monaten den Defibrillator angesetzt und die FDP mühsam zurück aus dem Jenseits geholt. Nun könnte man auch sagen, okay, der FDP fällt eigentlich nichts anderes ein, als auf junge und unverbrauchte Köpfe zu setzen, die dann möglichst noch weiblich sind. Kreativer Wahlkampf ersetzt da die inhaltliche Kompetenz. Doch damit würde man insgesamt der erneuerten FDP nicht gerecht werden - Lindner gibt sich große Mühe, aus alten Fehlern zu lernen und den Liberalismus in ein modernes Gewand zu kleiden. Und deswegen braucht man auch modernes Personal. Ob mit oder ohne Parteibuch. Jedenfalls hat die neue Riege bereits dafür gesorgt, dass man an Namen wie Rösler, Brüderle oder Westerwelle kaum mehr denkt. Auch das ist ein Erfolg. Das tragende Fundament für den Wiederaufstieg der Partei muss in den nächsten zwei Jahren gelegt werden. Dann stehen die echten Herausforderungen an: die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 2016, ein Jahr später in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Dort muss Lindner zählbar nachlegen. Dann könnte es auch bei der Bundestagswahl klappen.

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