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Lausitzer Rundschau: Öko-Landwirtschaft statt Tagebau fordert Sachsens Linke
Tolle Idee, nächste Idee

Cottbus (ots) - Weg mit dem Bagger, zurück zum Pflug. Keine Seen, dafür Bio-Möhrchen-Felder. Öko-Landwirtschaft als Zugpferd für die Lausitz von morgen. Platz ist schließlich genug. Und überhaupt: Was Jahrhunderte lang gut funktioniert hat, könnte wieder funktionieren. Tolle Idee, nächste Idee! Doch, das war ernst gemeint von der Linken Jana Pinka. Die Lausitz könnte sich wieder auf ihre agrarischen Traditionen rückbesinnen und der Nachfrage unserer Zeit anpassen. Denkbar wäre das: Schließlich werden die Dörfer der Lausitz immer attraktiver für Pioniere aus der Großstadt, die das Landleben ausprobieren wollen. Die Vertriebswege zur zahlungsfreudigen Bio-Kundschaft in Berlin und Dresden wären auch nicht allzu weit. Doch soll die Lausitz wirklich wieder Agrarregion werden? Das klingt weder sexy für junge Zuzügler noch für Urlauber. Außerdem ist die Landwirtschaft längst kein Arbeitsplatzbeschaffer mehr. GPS-gesteuerte Trecker fahren auch ohne Man-Power über die Felder. Eine Region, die ausblutet, braucht hochwertige Jobs, die kein Bauernhof bieten kann. Klar ist aber auch, dass die Tagebaue an ihre Grenzen stoßen werden, ganz abgesehen von den drastischen ökologischen Folgen. Noch reißen sich die Investoren nicht um die abrutschenden Seegrundstücke. Und ein einziges Leuchtturmhotel macht noch keine Urlaubsregion. Insofern ist keine Alternatividee zu dumm, dass sie nicht gedacht werden sollte.

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