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Lausitzer Rundschau: Planloser Aktionismus Smiley und die Verbraucherminister

Cottbus (ots) - Viel Wind um nichts. Das muss man unterstellen, wenn die Verbraucherminister von Bund und Ländern erst einmal eine Arbeitsgruppe einrichten müssen, um ihre großspurig angekündigten Smiley-Pläne für Restaurants zu prüfen und konzeptionell zu erarbeiten. Beispiele, wie es funktionieren kann, gibt es schließlich schon genug. Ohnehin hatte das Vorhaben etwas von planlosem Aktionismus. Denn wer ein solches Bewertungskonzept für Verbraucher und gegen Ekel-Betriebe umsetzen will, der braucht viel Personal und viel Geld. Beides haben weder die Länder, noch ist der Bund bereit, sich an den Kosten entsprechend zu beteiligen - und zuständig ist die forsche Bundesministerin Aigner schon gar nicht. Nur: Ohne mehr Kontrollen in zeitlich kurzen Abständen nutzt das schönste Smiley nichts. Insofern muss man kein Hellseher sein, um zu wissen, dass die Arbeitsgruppe das Projekt auf die lange Bank schieben wird - und wenn überraschenderweise nicht, werden die Finanzminister schon noch ihr Veto einlegen. Die Frage ist sowieso, warum es unbedingt ein bundeseinheitliches System sein muss. Soll es doch jeder handhaben wie er will. An den Flickenteppich beim Rauchverbot hat man sich schließlich auch gewöhnt. Und ob in dem einen Bundesland an der Tür eines Restaurants ein Smiley, in dem anderen Land ein Kochlöffel oder ein Daumen nach oben oder nach unten klebt, ist völlig egal. Wer mehr für Verbraucher tun will, sollte sich nicht hinter einer bundeseinheitlichen Regelung verstecken. Sondern einfach machen.

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