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Lausitzer Rundschau: Leistungssportprojekt der Bundespolizei in Cottbus vor Verlegung nach Potsdam

Cottbus (ots) - Das Leistungssportprojekt der Bundespolizei in Cottbus steht vor einer Verlegung nach Potsdam. Wie die in Cottbus erscheinende Lausitzer Rundschau (Donnerstag) erfuhr, hat der Deutsche Olympische Sportbund dem Bundesinnenministerium (BMI) einen Standortwechsel nahegelegt. In Potsdam würden die Standortvorteile gegenüber Cottbus deutlich überwiegen. Das BMI will bis Ende des Jahres über die Verlegung entscheiden.

"Der DOSB vertritt auf der Basis einer sportfachliche Annalyse zur Spitzensportförderung der Bundespolizei am Standort Cottbus die Auffassung, dass nach einem Förderzeitraum von über 10 Jahren der Gesamterfolg der Spitzensportförderung nicht zufriedenstellend ist und die sonstigen Rahmenbedingungen vor Ort nicht gegeben sind, um Spitzenleistungen im Weltmaßstab dauerhaft abzusichern", heißt es in einem Schreiben von DOSB-Generalsekretär Michael Vesper, das der Rundschau vorliegt.

"Die Argumente sind für mich nicht nachvollziehbar und auch nicht hinnehmbar. Wer bezahlt am Ende die Herrichtung eines neuen Standortes in Potsdam?", erklärte der Cottbuser Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch (Die Linke) in einer ersten Reaktion. Im Cottbuser Sportzentrum sind seit 1999 mehr als 40 Millionen Euro in die Sportstätten, Sportschule und Sport-Internat investiert worden. Zurzeit entsteht eine neue moderne Leichtathletik-Halle, die Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. "Nach der erfolgreichen 10-jährigen Projektphase sind wir für eine Festschreibung der Einrichtung am Standort Cottbus. Es macht keinen Sinn, die Einrichtung woanders hinzupacken", sagte Wilfried Lausch, Leiter des Olympiastützpunktes Brandenburg, der im Sportzentrum Cottbus eine Außenstelle unterhält.

Das bundesweit einmalige Projekt für Sommersportarten läuft in Cottbus seit dem 1. Oktober 1999. Momentan sind rund 70 Sportler in den Sportarten Leichtathletik, Radsport, Judo, Rudern, Kanu und Sportschießen involviert. Grundgedanke der Sportförderung ist es, Spitzensport, berufliche Ausbildung und eine berufliche Perspektive nach Abschluss der Leistungssportkarriere sinnvoll miteinander zu verbinden. Gefördert werden grundsätzlich solche olympischen Sportarten , in denen sich Deutschland bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften erfolgreich präsentieren kann. In der vergangenen Woche gewann die dem Projekt angehördende Leichtathletin Betty Heidler die Goldmedaille bei den Europameisterschaften im Hammerwerfen.

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