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Lausitzer Rundschau: Zweiter Ökumenischer Kirchentag in München
Hoffnungsbringer

Cottbus (ots) - Damit Ihr Hoffnung habt - lautet das Motto des 2.Ökumenischen Kirchentags, der in diesen Tagen in München stattfindet. Doch die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche und die fehlenden Fortschritte in der Ökumene drücken die Stimmung. Unter dem regnerischen Himmel der bayerischen Landeshauptstadt fällt es vielen Besuchern schwer, ein fröhliches Glaubensfest zu feiern. Die ausgelassene Stimmung anderer Christentreffen fehlt. Die Kirchen sind in einer Krise, auch in München. Margot Käßmann und Horst Köhler haben diese Stimmung aufgefangen. Die ehemalige Bischöfin von Hannover und Ratsvorsitzende der EKD erinnerte die Christen in ihrer Bibelarbeit an einen Grundgedanken des eigenen Glaubens: Menschen dürfen fehlbar sein. "Wir können einen Regenbogen der Hoffnung schaffen, gerade dann, wenn wir unsere Fehler nicht leugnen", sagte die Theologin bei ihrem umjubelten Auftritt in der Messehalle. Und Horst Köhler hob in seinem Grußwort hervor, dass das kirchliche Leben eben nicht nur aus Skandalen besteht: In seltener Ausführlichkeit würdigte das Staatsoberhaupt die Arbeit kirchlicher Einrichtungen und Hilfswerke, vor allem aber der Tausenden Engagierten in den Gemeinden und Pfarreien vor Ort. Nicht nur für die Kirchentagsbesucher wurden Käßmann und Köhler zu Hoffnungsbringern, von deren Einsatz am Ende die ganze Gesellschaft profitiert. Denn auch in der Lausitz sind es vielfach die Christen, die sich aus ihrem Glauben heraus dafür engagieren, dass Alte, Kranke und Einsame zu Hause besucht werden. Es sind die Menschen aus den Kirchengemeinden, die lautstark gegen den Rechtsex-tremismus protestieren, Wärmestuben für Obdachlose einrichten oder Angebote für vernachlässigte Kinder und Jugendliche schaffen. Es wäre mehr als nur fatal, würde diesen Menschen eines Tages tatsächlich die Hoffnung ausgehen.

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