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Lausitzer Rundschau: Lufthansa vor größtem Pilotenstreik ihrer Geschichte Besitzstandsdenken

Cottbus (ots) - Das Chaos ist programmiert: Mit viertägigen Streiks will die Pilotengewerkschaft Cockpit Druck auf die Lufthansa machen. Auf den ersten Blick sind ihre Forderungen maßvoll. Hatten die Piloten vor neun Jahren ein Gehaltsplus von 28Prozent durchgesetzt, geht es ihnen jetzt "nur" um die Sicherung ihrer Arbeitsplätze. Das klingt verständlich in Krisenzeiten. Für einen Streik um Gehaltsaufschläge würden die hoch dotierten Flugzeugführer, die bis zu 230000Euro im Jahr verdienen, in der Öffentlichkeit wohl auch kaum Unterstützung finden. Schließlich geht es nicht mehr um das Vermeiden materieller Not wie bei anderen Berufsgruppen, sondern um die Wahrung von Privilegien und Besitzständen. In einer Hinsicht aber ist die Sorge der Piloten wohl berechtigt: Die zahlreichen neuen Töchter der Kranichlinie zahlen ihren Piloten zum Teil weit weniger als die Mutter. Dass der Konzern nach dem schlimmsten Jahr der Luftfahrtgeschichte solche Kosteneinsparungen gern wahrnimmt, ist nachvollziehbar. Dass er aber nicht bereit ist, ein Angebot vorzulegen, obwohl die Tarifauseinandersetzung seit Mai 2009 geführt wird, ist unverständlich. Ein Kompromiss wird auch dadurch erschwert, dass auf beiden Seiten neue Verhandlungsführer am Werk sind. Und beiden sagt man nach, dass sie nicht zum schnellen Einlenken bereit sind. Pressekontakt: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481232 Fax: 0355/481275 politik@lr-online.de Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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