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Lausitzer Rundschau: Die unbemerkten Bauherren Zur Landwirtschaft auf Lausitzer Kippenflächen

    Cottbus (ots) - Es ist nicht nur so, dass die "Landwirte auf der Kippe" mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen haben. Es lässt sich auch schlecht zeigen, wie groß die Leistung ist, die sie auf diesen vielen hundert Hektar Ackerland vollbringen, wie viele Jahrzehnte es dauert, ehe aus einer zerstörten Bodenstruktur wieder ein funktionierendes System wird, das auch in den kommenden Dekaden Landwirtschaft möglich macht. Während sich die Gewässer im Lausitzer Seenland füllen, Gäste und Einheimische die Strände testen und schwimmende Häuser auf Wasseroberflächen thronen-sich also darstellen lässt, dass die Entwicklung des früheren Kohle- und Energiebezirks fortschreitet-arbeiten die Landwirte auf den Kippenflächen fast unerkannt am gleichen Ziel. Während sich andere in der Region Referenzobjekte wie schiffbare Überleiter, Landmarken oder Häfen bauen, bauen die Landwirte Luzerne oder Raps an. Das zeigt: Auch die Bauern sind Bauherren dieses neuen Teils der Lausitz, dieses neuen Teils der einst geschundenen Region. Sie leisten wichtige Aufbauarbeit, für die sie kaum eine Anerkennung erhalten. Auch deshalb, weil für den Laien der Übergang von Kippenflächen zu gewachsenem Boden fließend ist. Kaum jemand außer den Landwirten selbst kann beurteilen, welchen Einsatz es kostet, jahrelange Aufbauarbeit mit Futterpflanzen zu betreiben, ein Mehr an Saat, Dünger, Maschinen und Treibstoff einzusetzen, um die Region noch ein Stück lebenswerter zu machen. Es braucht Visionäre wie Wolfgang Sawade und Co., die diese Rekultivierung als ihre Lebensaufgabe betrachten. Dass sie dafür eine geldwerte Förderung erhalten müssten, erscheint anhand der geleisteten Arbeit sehr sinnvoll.

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