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Lausitzer Rundschau: Trotz Elterngeld kein Babyboom Zu früh gefreut

    Cottbus (ots) - "Familie hat Konjunktur", freute sich Ministerin Ursula von der Leyen kürzlich, als sie auf Schätzungen basierend auch für 2008 steigende Geburtenzahlen ankündigte. Jetzt kommen die harten Fakten aus Wiesbaden. Das Statististische Bundesamt verkündete am Dienstag einen Rückgang der Rate um 1,1.Prozent im Vergleich zum Vorjahr. So einfach, wie sich das die Familienministerin gedacht hat, ist es nicht. Elterngeld allein reizt junge Leute noch lange nicht, sich auf das Abenteuer Kind einzulassen. Zugegeben, es erleichtert vor allem Akademikern die Entscheidung. Positiv fällt zudem die wachsende Schar von Vätern auf, die wickeln will. Dennoch, die Pro8bleme lassen sich kaum wegsubventionieren: Ein Paar braucht wirtschaftliche Sicherheit, um eine Familie zu gründen. In Zeiten von Kurz-Arbeitsverträgen eine selten gewordene Situation. Und für die allermeisten Mütter bedeutet das Kind weiterhin einen nicht wieder aufholbaren Karriereknick. Sollten sie aber in der glücklichen Lage sein, einen Arbeitsplatz zu haben, an den sie zurückkehren können, stellt oft die Betreuung des Kindes die nächste hohe Hürde dar. Elterngeld, schön und gut. Viel wichtiger wäre aber der radikale Ausbau der Kinderbetreuung.

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