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Lausitzer Rundschau: Die Sorben und der Stiftungshaushalt
Nur eine Atemnpause

    Cottbus (ots) - Die Stiftung für das sorbische Volk kann vorerst aufatmen. Der Freistaat Sachsen, das Land Brandenburg und der Bund erhöhen ihre Zuschüsse für die Institution, an deren Tropf das gesamte gesellschaftliche und kulturelle Leben der Sorben hängt, um 1,2 Millionen Euro. Die Arbeit der sorbischen Einrichtungen, deren Fortbestand noch 2008 infrage stand, ist zumindest für dieses Jahr gesichert. Hartnäckiges Verhandeln und massiver Protest haben sich zunächst ausgezahlt. Jedoch wäre es fatal, sich jetzt zurückzulehnen. Stiftungsdirektor Marko Suchy und seine Mitstreiter wissen genau, dass dieser Erfolg nur das Erreichen eines Etappenziels darstellt. Denn schon im nächsten Jahr dürften sich die finanziellen Rahmenbedingungen wieder entscheidend verändert haben. Deshalb muss bereits jetzt vorgebaut werden, um 2010 nicht wieder am gleichen Punkt zu stehen wie 2008. Noch immer fehlt der Stiftung eine verlässliche Planungsgrundlage für mehrere Jahre, wie sie nur ein Finanzierungsabkommen zwischen Bund, Sachsen und Brandenburg schaffen kann. Das derzeitige Planen von Jahr zu Jahr gleicht einem ständigen Spurt auf einer Langstrecke, was auf Dauer niemand durchhält. Die Finanzausstattung für 2009 ist daher nur eine Atempause - wenn keine dauerhafte Lösung gefunden wird, geht das erbarmungslose "Rennen" 2010 wieder von vorn los.

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