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Lausitzer Rundschau: Finanzmarktkrise dominiert Auftakt der EKD-Synode Deutliche Worte

    Cottbus (ots) - Es waren deutliche Sätze, mit denen sich der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, auf der EKD-Synode zu Wort meldete. Angesichts der weltweiten Finanzkrise forderte er einen "Abschied von der Vergötzung des Geldes" und mehr Verantwortung und nachhaltiges Handeln in der Wirtschaft. Einmal mehr hat der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz damit die rechten Worte in einer Zeit gefunden, in der auch die Menschen in der Lausitz angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise verunsichert, beunruhigt und besorgt sind. Freilich, manchen geht das nicht weit genug: Eine Gruppe Theologen um den notorischen Kapitalismuskritiker und Alt-68er Ulrich Duchrow wirft der EKD vor, sich mit ihrer Unterstützung der sozialen Marktwirtschaft in Wirklichkeit für einen "neoliberalen Kapitalismus" einzusetzen, und "den herrschenden Mächten in Wirtschaft und Politik" nach dem Mund zu reden. Doch glücklicherweise sind diese Stimmen auch in der Evangelischen Kirche mittlerweile in der Minderheit. Denn wollen die Protestanten in der Öffentlichkeit gehört werden, und wollen sie mit ihren Positionen die Wirtschaftswelt verändern, ist für romantisierende Ideologien von Vorgestern kein Platz mehr da.

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