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Lausitzer Rundschau: Die 29. Olympischen Sommerspiele in Peking sind zu Ende Erfolg und Misserfolg

    Cottbus (ots) - Erfolg oder Misserfolg? Diese Frage stellt sich nach Abschluss der 29. Olympischen Sommerspiele in Peking und lässt sich nicht eindeutig beantworten. Aus sportlicher Sicht hat sich Deutschland in China rein zahlenmäßig besser verkauft als von vielen erwartet. Am Ende stehen mit 16 Goldmedaillen sogar drei Olympiasiege mehr als vor vier Jahren in Athen zu Buche und Platz fünf in der Nationenwertung. Das passable Abschneiden darf aber Sportler, Funktionäre und Zuschauer nicht darüber hinwegtäuschen, in den prestige- und medaillenträchtigen Sportarten den Anschluss an die Weltspitze verloren zu haben. Besonders eklatant war der Abstand beim Schwimmen (mit Ausnahme der Schwedter Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen), Rudern, Boxen und in der Leichtathletik - und das ausgerechnet ein Jahr vor der Heim-WM in Berlin! Auch die hoch gehandelten Mannschaften aus den Ballsportarten Handball, Basketball und Frauenfußball haben ihren Zenit überschritten. Ein pauschales Urteil über das deutsche Olympia-Team ist dennoch unmöglich, denn immerhin polierten wie bei den Spielen zuvor Reiter, Fechter oder eine gewisse Lena Schöneborn die Bilanz auf. Das belegt, wie dicht Erfolg und Misserfolg beieinander liegen. Ein Generalurteil über die Qualität der Spiele in China zu fällen, wäre ebenfalls ungerecht. Kein Zweifel: Die Gastgeber und das Internationale Olympische Komitee (IOC) ordnen die Tage von Peking mehr als wohlwollend ein. Ihre Hauptklientel, Sportler, Funktionäre und die vielen Journalisten, fanden nahezu perfekte Bedingungen in den Arenen vor. Alles lief reibungslos, inklusive der Vermarktungsmaschinerie. Themen wie Menschenrechte und Meinungsfreiheit rückten dagegen deutlich in den Hintergrund. Hier haben China und IOC Chancen vertan, hatte das Sportfest für Frieden und Völkerverständigung ganz klar seine Grenzen. Eine deutliche Geste der Machthaber oder ein Machtwort von IOC-Chef Jacques Rogge - Fehlanzeige! Die 29. Olympischen Sommerspiele hinterlassen deshalb auch hier zwiespältige Gefühle - zwischen Erfolg und Misserfolg.

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