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Lausitzer Rundschau: Fidel Castro erwägt Rücktritt von seinen Ämtern Post-Fidel-Ära hat begonnen

Cottbus (ots)

So richtig weiß man nicht, woran man bei Fidel
Castro ist. Rein in die Nationalversammlung, raus aus der 
Regierungsverantwortung. Im Wochenrhythmus verwirrt die kubanische 
Führung mit neuen Kunstgriffen im Fall Fidel, die immer genau das 
Gegenteil der vorherigen Wendung verkünden.
Es gibt mindestens zwei Interpretationen der Botschaft vom Montag. 
Die beiden wahrscheinlichsten: Entweder die kubanische Führung wirft 
Nebelkerzen, weil sich der Gesundheitszustand des Revolutionsführers 
nochmals dramatisch verschlechtert hat und ein Ableben in Kürze 
denkbar ist. Oder sie sind nur Castros Sprachrohr und exekutieren 
jede Wendung der Launen von Fidel. Und dann ist es genauso gut 
denkbar, dass er sich spätestens am 20. Januar wieder zu Wort meldet 
und mit Pauken und Trompeten seine Wahl in die Nationalversammlung 
feiert. Vage genug waren seine Reflexionen ja.
Im Grunde aber ist die vorweihnachtliche Botschaft Castros der 
Vollzug dessen, was alle Kuba-Experten bereits seit Monaten 
vorhersagen. Der Mann, der die Geschicke der Karibikinsel seit der 
Revolution von 1959 bestimmt hat und eine Figur der Zeitgeschichte 
ist, kehrt nicht zurück. Die Post-Fidel-Ära hat auf Kuba schon lange 
begonnen. Leise und zunächst ganz vorsichtig beginnen sich die 
Menschen eine Zeit vorzustellen, in welcher der bärtige Übervater 
nicht mehr gegenwärtig ist. Und diejenigen, die in dem Land und ihren
zwölf Millionen gut ausgebildeten Menschen einen Markt und einen 
Handelspartner sehen, begeben sich in die Startposition. Kuba wird 
auch ohne Fidel Kuba bleiben. Und dennoch ganz anders sein.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
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