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Lausitzer Rundschau: Lafontaine wirbt für Kooperation mit Sozialdemokraten - Kritik an SPD-Führung

    Cottbus (ots) - Der künftige Co-Vorsitzende der neuen Linken, Oskar Lafontaine, hat für eine politische Kooperation mit der SPD geworben. "Die Äußerungen von SPD-Politikern, sie seien nicht zur Zusammenarbeit mit mir bereit, sind albern und kindisch", sagte Lafontaine der "Lausitzer Rundschau" (Freitag-Ausgabe). Wenn man den Mindestlohn durchsetzen oder das Rentensystem stabilisieren wolle, müsse man mit jedem zusammenarbeiten, der eine solche Politik stütze. "Und das sind wir", meinte Lafontaine.

    Er fühle sich mit vielen Sozialdemokraten verbunden, weil sie im Kern die Politik der Linkspartei befürworteten, so Lafontaine weiter. "Aber die SPD-Führung macht Politik gegen ihre eigene Basis". Sie stehe für die Anhebung der Mehrwertsteuer, die Rente mit 67 und die Entendung von Tornados nach Afghanistan. "So lange die SPD bei ihrer Politik an solchen Irrtümern fest hält, ist sie für uns kein Partner auf Bundesebene", sagte Lafontaine.

    Bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr sieht der ehemalige Vorsitzende der Sozialdemokraten gute Chancen für seine neue Partei. "Ich rechne damit, dass wir in die Landesparlamente von Hamburg, Hessen und Niedersachsen einziehen". Und selbst in Bayern sei manches in Bewegung gekommen, sagte Lafontaine.

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