ADV Deutsche Verkehrsflughäfen

Chefs der deutschen Flughäfen bei EU-Kommission und im Europäischen Parlament - Kernforderungen für einen wettbewerbsfähigen Flughafenstandort

Brüssel (ots) - Einmal im Jahr kommen in Brüssel die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen zusammen. Zahlreiche Gesprächsrunden mit führenden Europaabgeordneten und Vertretern der EU-Kommission stehen auf der Agenda. Seine Erwartungen hat der Flughafenverband ADV in fünf Kernforderungen gefasst:

   - Security: Wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahmen statt uferlose 
     Kontrollen. Deutschlands Flughäfen setzen auf intelligente 
     Maßnahmen für eine verbesserte Sicherheit in enger 
     Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden und der Bundes- und 
     Landespolizei. 
   - Lärmschutz: Die deutschen Flughafenbetreiber sind in Europa 
     Vorreiter bei der Bürgerbeteiligung und beim Schutz der Anwohner
     vor Fluglärm. Deutsche Flughäfen fördern den passiven und 
     aktiven Schallschutz in enger Kooperation mit Airlines und 
     Flugsicherung. Lärmschutz muss an der Quelle ansetzen - dem 
     Flugzeug. Hier setzen die Flughäfen auf wirkungsvolle 
     lärmabhängige Entgelte. Die Modernisierung der Flugzeugflotten 
     wird begünstigt. Immer leisere und sauberere Flugzeuge kommen 
     zum Einsatz. Eine strikte Ablehnung erteilen die Flughäfen allen
     nicht rechtskonformen Eingriffen in bestehende Genehmigungen. 
     Die perspektivische Entwicklung der Flughäfen muss gesichert 
     bleiben. 
   - Luftverkehrsrechte: Deutsche Flughäfen tragen zur 
     internationalen Vernetzung von Nationen entscheidend bei. 
     Luftverkehr darf keine künstlichen Grenzen kennen. Der Aufbau 
     von neuen Verbindungen liegt im Interesse von Wirtschaft, 
     Tourismus und Reisenden. Wichtige Wachstumsmärkte (z. B. China) 
     müssen besser an den Luftverkehrsstandort Deutschland angebunden
     werden. Deutschland darf im Vergleich zu seinen europäischen 
     Nachbarstaaten nicht den globalen Anschluss aufs Spiel setzen. 
   - EASA: Die European Aviation Safety Agency (EASA) sollte sich auf
     ihre Kernaufgaben konzentrieren. Überregulierungen sind zu 
     vermeiden. Der Aufbau von Doppelstrukturen geht in die falsche 
     Richtung. In Deutschland werden Safety und Security bestens 
     gewährleistet. Die bestehenden nationalen Aufsichtsstrukturen 
     durch die leistungsfähigen Landesluftfahrtbehörden, das 
     Luftfahrtbundesamt und die Bundespolizei sollten nicht 
     geschwächt werden. 
   - Bedarfsgerechte Infrastrukturentwicklung und wettbewerbsfähige 
     Betriebszeiten: Leistungsfähige Flughäfen müssen sich 
     nachfragegerecht entwickeln können. Viele Flughafenstandorte 
     sind als Punktinfrastrukturen unverzichtbar für die europäischen
     Wirtschafts- und Warenströme. Die EU-Kommission muss gezielten 
     Einfluss auf die nationalen Regierungen nehmen. Ausbauvorhaben 
     und wettbewerbsfähige Betriebszeiten bedürfen der klaren 
     Unterstützung aus Brüssel. 

Pressekontakt:

Isabelle B. Polders
Pressesprecherin
Tel.: 030/310118-14
Mobil: 01590/43 57 505
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