ADV Deutsche Verkehrsflughäfen

Flughafenverband kritisiert Polizeigewerkschaften

Berlin (ots) - Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, erklärt zu den Vorkommnissen am Münchener Flughafen vom vergangenen Mittwoch: "Wir begrüßen die durch Behörden begonnene konsequente und umfassende Aufklärung der Geschehnisse. Es muss geklärt werden, ob sich aus diesem Einzelfall konkrete Verbesserungsmaßnahmen für die Sicherheit ableiten lassen."

Der Flughafenverband ADV kritisiert in diesem Zusammenhang die Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft sowie der Gewerkschaft der Polizei, die sich in unsachlichen Darstellungen über die aktuellen Sicherheitsstandards an deutschen Flughäfen überbieten. Vor allem ärgert den Verband die Behauptung des Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, dass Flughafenbetreiber für Mängel bei Fluggastkontrollen verantwortlich seien. "Die Äußerung von Herrn Wendt ist fachlich falsch und offenbart eine Unkenntnis über die Abläufe und Zuständigkeiten an deutschen Flughäfen", führt Beisel aus. Für die Durchführung der Fluggastkontrollen sind ebenso wie für die Auswahl und fortlaufende Ausbildung des privaten Sicherheitspersonals die Luftsicherheitsbehörden (Bundespolizei und Landesbehörden) verantwortlich.

Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ergänzt: "Tagtäglich sorgen Bundespolizisten und Luftsicherheitsassistenten bei der Kontrolle der Fluggäste für ein europaweit beispiellos hohes Sicherheitsniveau. Das Sicherheitssystem nun infrage zu stellen, ist nicht nur eine Missachtung der geleisteten verantwortungsvollen Arbeit, sondern sorgt auch noch für eine Verunsicherung der Bediensteten und der Passagiere." Allein 2009 wurden an deutschen Flughäfen über 90 Millionen abfliegende Fluggäste kontrolliert. Die Experten des Flughafenverbands arbeiten seit Jahren intensiv mit Behörden und Luftfahrtunternehmen zusammen, um die Sicherheitsvorkehrungen im Luftverkehr weiterzuentwickeln.

"Panikmache ist kein guter Ratgeber. Wir laden die Vertreter der Polizeigewerkschaften zu einem konstruktiven Dialog ein", so Beisel abschließend.

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Friederike Langenbruch
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