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Sozialverband Deutschland (SoVD)

SoVD fordert bessere Beratung für Pflegebedürftige

Berlin (ots)

Zur 1. Lesung der Pflegereform im Bundestag erklärt
SoVD-Präsident Adolf Bauer:
Der SoVD fordert eine bessere Beratung für Pflegebedürftige und 
ihre Angehörigen.
Die Pflegestützpunkte, die im Zuge der Pflegereform eingerichtet 
werden sollen, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn 
der SoVD nach wie vor eine unabhängige Beratung der Pflegebedürftigen
für den besseren Weg hält, bedeuteten die Pflegestützpunkte eine 
Verstärkung des Beratungsangebotes.
Der Vorschlag der Union, statt der Pflegestützpunkte 
Beratungsgutscheine  auszugeben, hat zwei schwere Nachteile. Vier 
Gutscheine über je 50 Euro decken nicht den Bedarf der 
Pflegebedürftigen. Denn erfahrungsgemäß besteht bei einem neu 
eintretenden Pflegefall im Zeitraum von einem Jahr ein höherer 
Beratungsbedarf. Außerdem gibt es keine ausreichende Zahl an 
unabhängigen Beratungsstellen, bei denen die Gutscheine eingelöst 
werden können. Der dringend nötige Ausbau von Beratungsstellen wird 
mit dem Gutschein-Modell nicht erreicht. Der SoVD fordert die Große 
Koalition daher auf, am Modell der Pflegestützpunkte festzuhalten.
Der SoVD hält jährliche Kontrollen von Pflegeheimen und ambulanten
Pflegediensten für unverzichtbar. Kontrollen im Drei-Jahres-Rhythmus,
wie sie die Pflegereform vorsieht, sind viel zu wenig. In drei Jahren
kann sich viel verändern. Außerdem müssen Kontrollen grundsätzlich 
unangemeldet erfolgen.
Der SoVD kritisiert, dass der Gesetzentwurf in wichtigen Punkten 
die Interessen der Pflegeheime über die Interessen der 
Pflegebedürftigen stellt. Das gilt insbesondere für das 
Mitentscheidungsrecht der Pflegeanbieter über die Art der 
Veröffentlichung der Prüfberichte. Der SoVD fordert, dass die 
Qualitätsberichte über Pflegeheime und ambulante Pflegedienste 
aussagekräftig, vergleichbar und in verständlicher Form 
veröffentlicht werden müssen. Hier darf es keine Abstriche geben.
Der SoVD wird sich für entsprechende Änderungen des 
Gesetzentwurfes einsetzen.
V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

Pressekontakt:

Kontakt:
Dorothee Winden
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

Original-Content von: Sozialverband Deutschland (SoVD), übermittelt durch news aktuell

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