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"Ich fall auch mal auf die Nase" Schauspieler Reiner Schöne (Tele 5: 'Sabata kehrt zurück', Dienstag, 11.09., 22.05 Uhr) in einem exklusiven Tele 5-Interview ...

    München (ots) - ... über eine gescheiterte Ehe, Verletzungen, einen Selbstmord in seinem Bett und über seine Familie (Ehefrau Anja, 27 und Tochter Charlotte-Sophie, 1 ½)

    Tele 5: Herr Schöne, Sie haben unseren Interviewtermin ein paar Mal aus Zeitgründen verschoben. Bereiten Sie sich nicht mit 65 Jahren auf ein geruhsames Rentnerdasein vor?

    Reiner Schöne: Ich? Rente? Wo denken Sie hin. Erstens: Bei dem bisschen Rente, das mir der Staat hier gibt, werde ich mich nie zur Ruhe setzen können. Und zweitens: Ich will es auch gar nicht. Meine neue CD wird gerade von mir produziert, ich habe in England gedreht und ich kümmere mich gemeinsam mit meiner Frau um unsere kleine Tochter.

    Ihre Frau Anja ist 27 Jahre alt, ihre Tochter Charlotte-Sophie anderthalb ...

    Beide sind zusammen das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist.

    Wo haben Sie Ihre Frau kennengelernt?

    Beim 'Jedermann' in Berlin. Ich habe die Hauptrolle gespielt, sie war dort Maskenbildnerin. Wir haben uns verliebt, geheiratet und unsere Kleene bekommen. Sie ist ein absolutes Wunschkind, wurde ja auch langsam Zeit in meinem Alter. Sie hält mich jung und frisch. Leider hat meine Mutter sie nicht mehr kennengelernt, dabei hatte sie sich doch so sehr ein Enkelkind gewünscht. Und Sophie-Charlotte sieht mir auch noch so ähnlich. Wie die weibliche Version von mir als Baby.

    Gab es nicht zwischen Ihrer Frau und Ihnen Diskussionen über den Altersunterschied?

    Nicht wirklich. Es reden, wenn überhaupt, andere darüber. Wir gehen mit diesem Thema eher locker um. Wenn Alice Schwarzer auf einer Party zu meiner Frau sagt: 'Ihr Vater hat gerade etwas sehr nettes über sie erzählt', dann freut mich das. Ich finde es lustig und angenehm. Natürlich habe ich Frau Schwarzer auch nicht aufgeklärt ... (lacht).

    Sie selber merken den Altersunterschied also gar nicht.

    Doch, natürlich. Manchmal denke ich: 'Guck an, in Anjas Alter hätte ich auch in bestimmten Situationen etwas panisch reagiert.' Ich war früher viel hektischer, nervöser. Heute versuche ich eher der Ruhepol für meine Familie zu sein. Ein Fels in der Brandung, sozusagen. Manchmal gelingt es mir auch (lacht wieder).

    Sie scheinen ein sehr lebensbejahender Mensch zu sein.

    Meine Frau ist etwas zurückhaltender, ich gehe offen auf Menschen zu. Da ich aber keine besonders gute Menschenkenntnis habe, fall ich hin und wieder auch auf die Nase. Das ist mir aber lieber, als ständig misstrauisch Menschen gegenüber zu treten.

    Haben Sie in Ihrem Leben irgendetwas bereut?

    Na ja, vielleicht habe ich die eine oder andere Frau verletzt und zu früh verlassen. Wenn ich zu dem Zeitpunkt etwas reifer und sensibler gewesen wäre, hätten einige Beziehungen nicht auseinandergehen müssen. Jetzt weiß ich: Man geht nicht so einfach - viele Menschen trennen sich viel zu früh.

    Jetzt haben Sie Familie ...

    Als Vater werde ich meine Familie nie verlassen. Ich kenne zu viele Scheidungskinder - Anja ist übrigens auch eines.

    Sie haben Ihre Wahlheimat Amerika verlassen, obwohl Sie sich dort beruflich etabliert hatten. Warum?

    In meinem Privatleben ging es drunter und drüber. Meine Ehe war kaputtgegangen, mein depressiver Housesitter hatte sich in meinem Bett erschossen, mein Hund war spurlos verschwunden, wahrscheinlich wurde er umgebracht. Das war alles etwas heftig, es hat mich aus der Bahn geworfen. Ich war hypernervös, konnte kaum noch schlafen. Ich habe meine Ranch verkauft und bin aus Amerika geflüchtet. Es war das reine Chaos.

    In Deutschland haben Sie dann Ihre Frau kennengelernt.

    Sie hat mir sehr geholfen, Ordnung in mein Leben zu bekommen.

    Wie zum Beispiel?

    Etwas ganz Banales. Sie hat mir beigebracht, dass Rechnungen auch sofort bezahlt werden können, nicht erst nach sechs Wochen. Ich kann mit vielen Dingen ganz gut umgehen, mit dem täglichen, administrativen Leben hab' ich meine Schwierigkeiten.

    Der Weltenbummler Reiner Schöne sitzt jetzt in seinem Haus in der Nähe von Berlin, hat Hausschuhe an und ...

    ... Moment, das sind sehr schöne, warme Pantoffel (lacht wieder). Und ich finde das gar nicht spießig. Wir haben ein schönes Haus, einen großen Garten, viele Bäume. Ich gehe einkaufen, koche, bringe den Müll raus, putze nicht, sondern mache eher dreckig. Familienleben pur. Man wacht morgens auf, holt die kleine Maus ins Bett, dann kommt der Hund dazu - man ist zu viert und kuschelt eine Stunde. Herrlich.

    Sie machen einen sehr zufriedenen Eindruck.

    Zufrieden ist das falsche Wort. Ich bin sehr glücklich und dankbar, wie mein Leben bisher verlaufen ist. Und bestimmt weiter verlaufen wird.

    Interview: Jochem Becker

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