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20 Jahre Mauerfall: Laut neuer Studie kaum noch Unterschiede im Reiseverhalten zwischen Ost und West

Berlin (ots) - Reisemotive, Reiseverhalten und Reiseausgaben haben sich zwischen Ost- und Westdeutschland in den vergangenen 20 Jahren weitgehend angeglichen. Die pauschal organisierte Urlaubsreise hat einen Siegeszug gefeiert und insbesondere in Ostdeutschland stark zugelegt. Die größten Unterschiede zwischen Ost und West finden sich dagegen heute noch bei der Zielgebietswahl, was aber nicht nur historische, sondern auch geografische und soziodemografische Ursachen hat. Das sind die zentralen Ergebnisse einer auf der ReiseAnalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V. (F.U.R.) basierenden Präsentation über die Veränderungen und Unterschiede im Reiseverhalten der Deutschen in Ost und West seit 1989. Guido Wiegand, Geschäftsführender Vorstand der F.U.R. und Mitglied der Studiosus-Unternehmensleitung, stellte die Ergebnisse am 13. März 2009 im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Tourismus-Messe ITB vor.

Pauschalreise in Ost und West auf dem Vormarsch

Laut ReiseAnalyse standen 1991 noch die Urlaubsmotive "neue Eindrücke sammeln", "viel erleben" und "unterwegs sein" bei Ostdeutschen deutlich stärker im Vordergrund als bei Westdeutschen. Rund 20 Jahre - und viele Reisen später - bewegen sich Ost und West diesbezüglich auf gleichem Niveau. Ostdeutsche hätten "Verpasstes" schnell nachgeholt, so Guido Wiegand. Auch hinsichtlich der Aktivitäten im Urlaub habe ein Anpassungsprozess stattgefunden. Zeigten sich die Ostdeutschen 1990 noch wesentlich mehr an Ausflügen, Sehenswürdigkeiten und Wanderungen interessiert als die Westdeutschen, hätten sich die Präferenzen mittlerweile angeglichen. Heute stünden stattdessen Baden, gutes Essen und Ausruhen in Ost und West stärker im Vordergrund. An Gewicht gewonnen hat in den letzten zwanzig Jahren auch die pauschal organisierte Urlaubsreise. Insbesondere in Ostdeutschland. So gaben 51 Prozent der Ostdeutschen und 44 Prozent der Westdeutschen in 2008 an, über Reiseveranstalter wie etwa Studiosus oder Dertour pauschal gebucht zu haben. 1990 lagen die entsprechenden Werte noch bei 14 bzw. 30 Prozent. Auch bei den Urlaubsausgaben pro Person haben sich Ost und West - trotz immer noch leicht unterschiedlicher Einkommensverteilung - angeglichen: Laut ReiseAnalyse verwendeten Westdeutsche im Jahr 2008 durchschnittlich 836 Euro pro Person für ihren Urlaub und Ostdeutsche 827 Euro.

Unterschiede bei Reisezielen weiter vorhanden

Die größten Unterschiede zwischen Ost und West gibt es hingegen noch heute bei der Wahl des Reiseziels. Westdeutsche zieht es beispielsweise mehr nach Spanien, Italien und in außereuropäische Länder als Ostdeutsche. Bei den Inlandsreisezielen sind ebenfalls Abweichungen festzustellen. Hier bleiben Ostdeutsche und Westdeutsche "ihren" Regionen treu. Bei der ReiseAnalyse gaben 45 Prozent der Ostdeutschen an, ihren Urlaub in den nächsten drei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern verbringen zu wollen, aber "nur" 22 Prozent der Westdeutschen. Nach Bayern zieht es dagegen 36 Prozent der Westdeutschen, jedoch "nur" 27 Prozent der Ostdeutschen.

Die Präsentation ist durch die F.U.R im Auftrag von Studiosus erarbeitet worden. Weitere Informationen unter www.reiseanalyse.de. Die Autorin, Karen Winkler, ist Projektleiterin für die Module der ReiseAnalyse am Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T.) in Kiel (www.nit-kiel.de).

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