Internationaler Gerechtigkeitsmonitor 2013
Deutschland wird gerechter

   

Berlin (ots) - Deutschland ist in den vergangenen Jahren gerechter geworden. Vor allem im Bereich der Chancengerechtigkeit, sowie bei der Leistungs- und Generationengerechtigkeit, konnten deutliche Fortschritte erzielt werden. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs von 28 OECD-Staaten, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat. Dabei wurden die sechs Dimensionen Chancengerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Generationengerechtigkeit, Regelgerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit und Einkommensgerechtigkeit untersucht und verglichen.

Im internationalen Vergleich belegt Deutschland im Gesamtergebnis mit Rang 7 einen Platz im oberen Drittel und hat gute Aussichten, sich in Zukunft noch weiter zu verbessern. Der geringste Handlungsbedarf zeigt sich im Bereich der Bedarfsgerechtigkeit, also bei der Deckung der Grundbedürfnisse jedes Gesellschaftsmitgliedes. Weiteres Aufholpotential besteht bei der Chancengerechtigkeit. Hier konnte Deutschland dank guter Beschäftigungsentwicklung seine Position von Rangplatz 24 auf 14 steigern. Verbesserungsbedarf offenbart der Vergleich im Bereich der Bildung.

"Die Politik muss die Weichen dafür stellen, dass die Chancen, am Wohlstand teilzuhaben, für alle gleich gut sind", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. "Die Chancengerechtigkeit ist das zentrale Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft. Die können und müssen wir in Deutschland weiter verbessern". Dazu müsse das Bildungssystem im Fokus der Anstrengungen stehen. Eine bessere und individuelle Förderung von Geringqualifizierten und deutliche Integrationsanstrengungen gehörten jetzt auf die Agenda.

Die Studie zeigt, dass die Soziale Marktwirtschaft die besten Voraussetzungen für Gerechtigkeit bietet. "Die nordischen Länder gelten in Gerechtigkeitsfragen vielen als Vorbild. Auch in unserem Ranking liegen sie an der Spitze" kommentiert Dr. Dominik Enste, Autor der Studie. "Diese Erfolge sind einer marktwirtschaftlichen Politik zu verdanken, in Schweden zum Beispiel dem Einsatz von Gutscheinen im Bereich der Sozial- und Bildungspolitik", so Enste weiter. Dänemark habe einen der flexibelsten Arbeitsmärkte weltweit und dadurch eine geringe Arbeitslosigkeit. Die Nachbarn im Norden hätten in den vergangenen Jahren die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft beherzigt: Haushaltskonsolidierung habe Priorität. Dies könne für Deutschland nur Vorbild sein.

Die gesamte Studie inklusive Grafiken finden Sie unter www.insm.de/Gerechtigkeit

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

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