Landwirtschaftliche Rentenbank

Guter Start 2008: Förderkredite und operatives Ergebnis wachsen zweistellig

Frankfurt am Main (ots) -

   - 1. Quartal 2008: 46 % mehr Sonder- und Programmkredite zugesagt,
     Emissionsgeschäft mit höheren Margen, operatives Ergebnis 17 % 
     über Vorjahr (HGB) 
   - Geschäftsjahr 2007: Fördervolumen wächst um 6,5 % auf 59,1 Mrd 
     EUR, Zinsüberschuss und Betriebsergebnis (vor Bewertung) über 
     Vorjahr (HGB u. IFRS), IFRS-Bewertungskorrekturen sind stille 
     Reserven, kein Subprime-Engagement, Cost-Income-Ratio 16,3 % 

Mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2008 zeigte sich Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstandes der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main, anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum sehr zufrieden. "Sowohl das Fördervolumen als auch das operative Ergebnis entwickelten sich im 1. Quartal hervorragend", so Marcus Dahmen. Bis Ende März konnten bereits 5,6 Mrd EUR (3,6) neue Förderfinanzierungen abgeschlossen werden, rd. 50 % mehr als im 1. Quartal des Vorjahres. Die Wachstumsimpulse gingen sowohl von den allgemeinen Förderkrediten und den verbrieften Finanzierungen als auch den besonders zinsgünstigen Sonder- und Programmkrediten für spezielle Förderzwecke und Hilfsmaßnahmen aus. In den ersten drei Monaten konnten bereits 908 Mio EUR (621) Sonder- und Programmkredite neu zugesagt werden. Eine positive Bilanz zog Dahmen auch für das Emissionsgeschäft und die Ergebnisentwicklung im 1. Quartal: "Wir verfügen über einen hervorragenden Zugang zu Kapitalmarktmitteln. Vom gesamten voraussichtlich 11 Mrd EUR betragenden mittel- und langfristigen Emissionsbedarf (Laufzeit über 2 Jahre) des Jahres 2008 haben wir bis Ende März bereits 4,8 Mrd EUR (5,4) beschafft. Unsere Passivmarge konnte gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden. Nicht zuletzt aufgrund der günstigen Refinanzierungsbedingungen wuchs das operative Ergebnis nach HGB in den ersten drei Monaten um 17 % auf 60,6 Mio EUR (51,8). Gerade in Zeiten der Krise bewährt sich damit unsere auf Nachhaltigkeit angelegte Strategie". Die Förderbank ist nach Angaben des Vorstandes nicht im Subprime-Markt engagiert und verzeichnet keine Zahlungsausfälle im Kreditgeschäft oder bei Wertpapieren. Dennoch führen die Marktverwerfungen durch die Finanzmarktkrise zu temporären Bewertungskorrekturen in der IFRS-Bilanz. "Wir erwarten, dass diese spätestens bei Fälligkeit gewinnsteigernd wieder aufgelöst werden können", so Marcus Dahmen. Für die weitere Ergebnisentwicklung im laufenden Jahr zeigt er sich deshalb optimistisch: "Wir sind zuversichtlich, das sehr gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2007 sowohl hinsichtlich der Ertragsentwicklung als auch in Bezug auf unsere Förderaktivitäten wieder erreichen zu können".

Bilanzgewinn 2007: 10,5 Mio EUR für die Förderung der Landwirtschaft

Die Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum erzielte im Geschäftsjahr 2007 ein Betriebsergebnis (HGB-Einzelabschluss, vor Bewertung) in Höhe von 201,2 Mio EUR (185,2). Aufgrund der verbesserten Ertragslage und der nur moderat auf 39,1 Mio EUR (38,5) gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sank die Cost-Income-Ratio auf 16,3 % (17,2). In der HGB-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2007 wird der Jahresüberschuss mit 42,0 Mio EUR (41,0) ausgewiesen. Mit 51,0 Mio EUR (174,4) lag auch der nach IFRS ermittelte Konzernjahresüberschuss im positiven Bereich, obwohl die Fair Value- und Hedge-Bewertung für das Geschäftsjahr 2007 für den Konzern eine temporäre Bewertungskorrektur von 94,4 Mio EUR ausweist. Nach Abzug der Gewinnrücklagenzuführung in Höhe von 31,5 Mio EUR (30,8) verbleibt im HGB-Einzelabschluss ein Bilanzgewinn von 10,5 Mio EUR (10,3). Dieser Betrag wird für eine das Allgemeininteresse wahrende Förderung der Landwirtschaft ausgeschüttet und je zur Hälfte dem Zweckvermögen und dem Förderungsfonds zugeführt. Schwerpunkte des Förderungsfonds bildeten im Geschäftsjahr 2007 Zuschüsse für agrarbezogene Forschungsprojekte und Weiterbildungsmaßnahmen des landwirtschaftlichen Berufsstands.

Fördervolumen 2007: 6,5 % über Vorjahr

Die Bilanzsumme (HGB) wuchs 2007 um 7,6 % (7,1) auf 88,8 Mrd EUR (82,5). Der Bestand mittel- und langfristiger Förderdarlehen valutierte am Jahresende mit 37,4 Mrd EUR (36,0) um 3,9 % (5,3) über dem Vorjahr. Mit einem Plus von 11,3 % (14,2) auf 13,3 Mrd EUR (11,9) verzeichneten die Darlehen der Sonderkreditprogramme erneut ein überdurchschnittliches Wachstum. Dementsprechend stieg der Anteil dieser für spezielle Förderzwecke und Hilfsmaßnahmen angebotenen und mit besonders günstigen Konditionen ausgestatteten Kredite am gesamten mittel- und langfristigen Darlehensvolumen auf 35,5 % (33,1). Auch der Wertpapierbestand leistete einen positiven Wachstumsbeitrag. Aufgrund des Neugeschäftes bei verbrieften Finanzierungen erhöhte sich diese Bilanzposition um 18,8 % (7,9) auf 25,9 Mrd EUR (21,8). Insgesamt erreichte das mittel- und langfristige Fördervolumen in der HGB-Bilanz 59,1 Mrd EUR und lag damit 6,5 % über dem Vorjahr.

Rege Emissionstätigkeit: Verbriefte Verbindlichkeiten erreichen 70,0 Mrd EUR

Aufgrund der hohen Emissionstätigkeit im Geschäftsjahr 2007 wuchsen die verbrieften Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz um 6,9 % (14,1) auf 70,0 Mrd EUR (65,5). Die mittel- und langfristigen Fremdmittel valutierten am Bilanzstichtag insgesamt mit 65,5 Mrd EUR (67,5). Im mittleren und langen Laufzeitenbereich nahm die Förderbank im Geschäftsjahr 2007 11,2 Mrd EUR (9,9) Kapitalmarktmittel neu auf, darunter 7,9 Mrd EUR (5,5) im Rahmen des Euro-Medium-Term-Note-Programms (EMTN) und 2,0 Mrd EUR (3,0) als bei der amerikanischen Börsenaufsicht registrierte Globalanleihen. Im kurzfristigen Bereich erfolgte die Mittelaufnahme überwiegend durch das Euro-Commercial-Paper-Programm (ECP). Im Jahresdurchschnitt verdoppelte sich die Programmauslastung des ECP-Programms auf 9,0 Mrd EUR (4,4). Mit einem Anteil von 34,0 % am Mittelaufkommen blieb der US-Dollar die wichtigste Emissionswährung, obwohl sich der Anteil des Euro deutlich auf 30,7 % erhöhte. 48 % des Emissionsvolumens wurden bei Zentralbanken platziert. Aufgrund der Eigenkapitalentlastung durch die ab 1.1.2007 in Kraft getretene so genannte "Nullgewichtung" erhöhte sich der Anteil der Geschäftsbanken auf 22 % (13).

Eigenmittel steigen auf 2,9 Mrd EUR (2,8)

Die Eigenmittel werden in der HGB-Bilanz 2007 mit insgesamt 2,9 Mrd EUR (2,8) ausgewiesen. Davon entfallen 1,0 Mrd EUR (1,1) auf nachrangige Verbindlichkeiten. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde aus dem Betriebsergebnis um 76,0 Mio EUR auf 1,1 Mrd EUR (1,0) aufgestockt. Durch die Zuführung von 31,5 Mio EUR aus dem Jahresüberschuss stiegen die Gewinnrücklagen auf 687,0 Mio EUR (655,5). Sowohl die Kernkapitalquote als auch die Gesamteigenkapitalquote liegen mit 10,6 % (10,7) bzw. 16,5 % (16,8) weiter deutlich über den bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen von 4 bzw. 8 %.

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