UNICEF Deutschland

UNICEF verteilt Trinkwasser im Erdbebengebiet

Köln (ots) - Trotz der chaotischen Zustände und der logistischen Probleme in Haiti hat UNICEF am Samstag 17 große Wassertanks für jeweils 5.000 - 10.000 Liter Trinkwasser im Katastrophengebiet aufgestellt. Weitere neun Tanks werden so rasch wie möglich installiert. Außerdem hat UNICEF 120.000 große Flaschen Trinkwasser verteilt.

Unter Federführung von UNICEF wurden bisher insgesamt 52 Verteilstationen für Trinkwasser eingerichtet. Priorität für die Wasserversorgung haben Krankenhäuser und Stadtteile, in denen sich große Zahlen obdachloser Menschen aufhalten. Hier ist es auch besonders wichtig, rasch Latrinen anzulegen.

Die Wasser- und Abwasserversorgung ist weitgehend zusammengebrochen. Von den etwa drei Millionen Menschen im Katastrophengebiet werden täglich rund 9.000 Tonnen Exkremente in die Umwelt abgegeben. Da sich die hygienischen Verhältnisse weiter verschlechtern, steigt die Gefahr von Krankheiten. Insbesondere Kinder und schwangere Frauen sind hierdurch bedroht. Im Katastrophengebiet halten sich schätzungsweise 37.000 schwangere Frauen auf.

Die Vereinten Nationen haben Port-au-Prince in 17 Zonen eingeteilt, in denen Nahrung, Trinkwasser, Schutzutensilien verteilt werden und die medizinische Hilfe organisiert wird. UNICEF hat eine Versorgungskette eingerichtet, mit der aus den zentralen Warenlagern der Organisation in Panama und Kopenhagen Hilfsgüter nach Haiti gebracht werden.

Hilfe für unbegleitete Kinder

UNICEF hat zusammen mit anderen Organisationen wie dem Roten Kreuz und der Haitianischen Regierung Maßnahmen angeschoben, um unbegleitete Kinder zu identifizieren. Diese Kinder sind ganz besonders von Hunger, Krankheiten und Ausbeutung bedroht und brauchen dringend psychosoziale Unterstützung. In den kommenden Tagen sollen spezielle Kinderschutzzonen eingerichtet werden, in denen die Kinder Schutz und Hilfe finden. Von dort aus wird dann auch die Suche nach Angehörigen organisiert.

UNICEF weist aufgrund zahlreicher Anfragen darauf hin, dass die Identifizierung von unbegleiteten Kindern, ihre Versorgung und die Suche nach Angehörigen absolute Priorität vor der Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten wie Heimen oder gar Adoptionen hat.

UNICEF benötigt allein für die Hilfe für die Kinder in Haiti in den kommenden sechs Monaten rund 120 Millionen Dollar.

UNICEF ruft dringen zu Spenden auf:
Konto 300.000 
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 
Stichwort Haiti 

Weitere Informationen auf www.unicef.de

Rückfragen und Interviewwünsche:

Rudi Tarneden, Sprecher UNICEF Deutschland: 0170/8518846 oder 
0221/93650-315, 234, 235
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