kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

Neuer EBM kommt pünktlich zum 1. Januar 2008
Köhler: "Wichtiger Meilenstein einer Honorarreform"

    Berlin (ots) - "Der neue Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) wird pünktlich zum 1. Januar 2008 kommen. Das Verhandlungsergebnis ist insgesamt gut und fundiert ausgefallen. Aber zufrieden bin ich noch nicht, da sich - wie wir das auch immer gesagt haben - erst ab 2009 die angespannte Honorarsituation der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten verbessern kann. Dafür bildet der EBM einen wichtigen Meilenstein. Im Übrigen liegen wir voll im Zeitplan. Das beweist, dass die gemeinsame Selbstverwaltung gut und schnell arbeitet." Das hat heute der Vorsitzende des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, in Berlin bekannt gegeben.

    In der dritten und entscheidenden Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses am heutigen Freitag haben Krankenkassen und KBV die letzten strittigen Punkte geklärt. "Wegen der gesetzlichen Aufrechterhaltung der bisherigen Budgetierung im Jahr 2008 werden die beschlossenen Aufwertungen der Leistungen im EBM im Wesentlichen erst ab 2009 wirksam", erläuterte der KBV-Chef. Zu den strittigen Punkten zählte unter anderem die Höhe des kalkulatorischen Arztgehalts. Dieser kalkulatorische Wert konnte von bisher 95.000 Euro jährlich auf 105.000 Euro angehoben werden. Damit wurde den Tariferhöhungen für Ärzte in Krankenhäusern Rechnung getragen. Auch die Einbeziehung der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent konnte die KBV durchsetzen.

    "Wichtige Grundlagen für die Honorarreform ab 2009 sind somit gelegt. Die Reform wird den Vertragsärzten und -psychotherapeuten unter anderem eine Gebührenordnung in Euro und Cent bringen. Ab 2009 wird das Morbiditätsrisiko auf die Krankenkassen übergehen. Damit erfüllt sich eine alte Forderung der Ärzteschaft", so der KBV-Chef.

    Nähere Einzelheiten werden am Montag, dem 22. Oktober im Rahmen eines Pressegesprächs um 11:00 Uhr im Haus der KBV in Berlin bekannt gegeben.

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