ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe

Tarifverhandlungen am Bau ergebnislos vertagt

Berlin (ots) - Die heute in Wiesbaden begonnenen Tarifverhandlungen wurden nach mehreren Stunden ergebnislos auf den 26. März 2009 vertagt. Die Arbeitgeber, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, haben die Forderung der IG BAU, die Löhne und Gehälter der rund 700.000 Beschäftigten und Lehrlingen um 6 % zu erhöhen, zurückgewiesen.

"Noch ist die Wirkung der Konjunkturpakete nicht abzusehen. Die Betriebe berichten uns von einem sich erneut verschärfenden Wettbewerbsdruck durch ausländische Anbieter wie auch von Kurzarbeit in den Bauunternehmen." Dies erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Frank Dupré, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

Auch für die Arbeitgeber ist die Angleichung der unterschiedlichen Löhne am Bau in Deutschland ein Verhandlungsziel. Daher haben sie ein Modell für eine neue Tarifstruktur in die Verhandlung eingebracht. "20 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es Zeit, über eine Angleichung der Löhne in Ost und West zu sprechen." So auch Dupré. Das Modell sieht einen bundesweit einheitlichen Sockel vor sowie nach Regionen unterschiedliche, fixe Zuschläge.

Für die Arbeitgeber ist die Einigung auf ein neues Tarifmodell von großer Bedeutung, weil es auch dazu beiträgt, die gerade wieder gewonnene Einigkeit im Arbeitgeberlager zu erhalten. "Nur wenn unser schwächstes Mitglied den Tarifabschluss auch mittragen kann, können wir zu einem Ergebnis kommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass uns dieses in den nächsten Verhandlungsrunden gelingen wird." Erklärte Dupré abschließend.

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