ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

ver.di: Langzeitarbeitslose nicht an private Vermittler abschieben

    Berlin (ots) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
hat vor Überlegungen der Bundesregierung gewarnt, Langzeitarbeitslose
aus der Zuständigkeit der Arbeitsämter "an private Vermittler
abzuschieben".
    
    "Entscheidend für eine erfolgreiche Vermittlung sind die
Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes, die persönlichen
Voraussetzungen und eine personell ausreichend ausgestattete
öffentliche Arbeitsverwaltung", erklärte ver.di-
Bundesvorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber am Dienstag in Berlin bei
der konstituierenden Sitzung des Bundesfachbereichs-Vorstands
"Sozialversicherung" der neuen Gewerkschaft. Die Bundesanstalt für
Arbeit dürfe von der Politik nicht zum Sündenbock für eine
unzureichende Arbeitsmarktpolitik gemacht werden. Die öffentliche
Arbeitsverwaltung in Deutschland sei im internationalen Vergleich ein
effizienter und effektiver Standortvorteil.
    
    In einer Entschließung forderte der Fachbereichsvorstand bei der
zweitägigen Sitzung ferner den Verbleib der Allgemeinen
Ortskrankenkassen (AOK) in der Zusatzversorgung des öffentlichen
Dienstes. Der Beschluss des Verwaltungsrats des AOK-Bundesverbands
zum Ausstieg aus der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der
Länder) höhle durch den kurzfristigen Wegfall von über 30.000
Mitgliedern die Solidargemeinschaft weiter aus. Es müsse verhindert
werden, dass sich immer mehr Institutionen aus dem Solidarsystem
verabschiedeten und damit die Einnahmeseite der VBL weg breche.
    
    Beschlossen wurde außerdem eine besondere Werbeaktion für
Auszubildende. Im Fachbereich "Sozialversicherung" sollen noch in
diesem Jahr 1.000 Azubis für ver.di gewonnen werden.
    
    Im Fachbereich "Sozialversicherung" sind die ver.di-Mitglieder aus
der Bundesanstalt für Arbeit, den gesetzlichen Krankenkassen, der
Rentenversicherung und der gesetzlichen Unfallversicherung zusammen
gefasst. Leiterin des Fachbereichs ist Isolde Kunkel-Weber, die
bereits beim ver.di-Gründungskongress Mitglied des Bundesvorstands
der Gewerkschaft wurde. Zum Vorsitzenden des ehrenamtlich tätigen
Fachbereichsvorstands wurde Cord-Peter Lubinski, Kiel, gewählt.
    
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