Statistisches Bundesamt

Zahl der Gasthörer steigt 2015 wieder

Wiesbaden (ots) - 34 800 Gasthörerinnen und Gasthörer besuchten im Wintersemester 2015/2016 Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren 18 200 Gaststudierende (52 %) 60 Jahre oder älter. Im Vergleich zum Wintersemester 2014/2015 stieg die Anzahl der Gasthörerinnen und Gasthörer um 3 %, nachdem sie in den letzten drei Jahren zurückgegangen war.

Eine ausländische Staatsangehörigkeit besaßen 3 100 Gasthörerinnen und Gasthörer. Das entsprach einem Anstieg von 26 % im Vergleich zum vorhergehenden Wintersemester. In der Altersgruppe der bis unter 30-jährigen nahm die Zahl der ausländischen Gasthörerinnen und Gasthörer sogar um 35 % zu. Diese Entwicklung ist auch darauf zurückzuführen, dass Flüchtlinge in einigen Hochschulen Aufnahme als Gaststudierende finden.

Fast die Hälfte (16 500 beziehungsweise 48 %) der Gaststudierenden im Wintersemester 2015/16 waren Frauen. Geschichte war mit 4 700 Gasthörerinnen und Gasthörern das beliebteste Studienfach, gefolgt von Philosophie und Wirtschaftswissenschaften mit jeweils 3 100 Gaststudierenden. Diese Reihenfolge der beliebtesten Fächer gilt gleichermaßen auch für die deutschen Gaststudierenden, bei den ausländischen Gaststudierenden lagen dagegen die Wirtschaftswissenschaften auf Platz 1, gefolgt von Musik/Musikwissenschaft und Germanistik.

Gasthörerinnen und -hörer können auch ohne formale Hochschulreife an einzelnen Kursen und Lehrveranstaltungen der Hochschulen teilnehmen. Zwar ist keine Abschlussprüfung möglich, dennoch gestattet das Gaststudium wissenschaftliche Weiterbildung und ist damit ein wichtiges Element im Kontext des "lebenslangen Lernens".

Im Vergleich zu 2,8 Millionen ordentlich immatrikulierten Studierenden machten Gasthörerinnen und -hörer im Wintersemester 2015/2016 nur 1,3 % aus.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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