Statistisches Bundesamt

Handel mit NAFTA-Zone seit Bestehen auf mehr als das Doppelte gewachsen

    Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) mitteilt, sind die deutschen Exporte in die drei Mitgliedsstaaten - Kanada, Mexiko und die USA - im Jahr 2008 gegenüber dem Gründungsjahr 1994 um mehr als das Eineinhalbfache (162,4%) auf 84,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Importe nach Deutschland aus den NAFTA-Staaten erhöhten sich im gleichen Zeitraum auf mehr als das Doppelte (um 111,9% auf 54,1 Milliarden Euro). Damit blieb das Wachstum der Warenwerte in beiden Lieferrichtungen hinter den Entwicklungen des gesamten Außenhandels Deutschlands in diesem Zeitraum zurück. Die Exporte aus Deutschland insgesamt stiegen im Jahr 2008 gegenüber 1994 um 181,8% auf 994,9 Milliarden Euro, die gesamten Importe nach Deutschland in diesem Zeitraum um 159,5% auf 818,6 Milliarden Euro.

    Im Vergleich zu den beiden anderen NAFTA-Staaten war der Zuwachs der Exporte aus Deutschland nach Mexiko mit 197,8% auf 6,9 Milliarden Euro am stärksten. Die Importe aus Mexiko nach Deutschland konnten im gleichen Zeitraum sogar um mehr als das Achteinhalbfache (852,5%) auf 4,3 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Gesamthandel der NAFTA mit Deutschland wurde erwartungsgemäß von den USA dominiert. Im Jahr 2008 betrug der US-amerikanische Handelsanteil in beiden Lieferrichtungen 85%. Mexiko erwirtschaftete je 8% und Kanada jeweils 7% des gehandelten Warenwertes.

    Wichtigste Exportgüter im Jahr 2008 waren Personenkraftwagen und Wohnmobile, die mit einem Wert von 16,6 Milliarden Euro 19,6% aller Ausfuhren aus Deutschland in die drei NAFTA-Staaten ausmachten. Mit einem Wert von 7,4 Milliarden Euro waren einfuhrseitig pharmazeutische Erzeugnisse und pharmazeutische Grundstoffe wichtigste Importgüter. Ihr Anteil an allen Einfuhren aus der Freihandelszone nach Deutschland betrug im gleichen Zeitraum 13,6%.

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