Statistisches Bundesamt

6,2% mehr Insolvenzen im April 2008

Wiesbaden (ots) - Im April 2008 verzeichneten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) insgesamt 14 160 Insolvenzen, darunter 2 781 von Unternehmen und 8 752 von Verbrauchern. Ein Vergleich dieser Zahlen mit dem Vorjahresmonat würde die tatsächliche Entwicklung nicht widerspiegeln, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle 2007 nicht periodengerecht gemeldet worden sind. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre lässt sich aber die Entwicklung für Deutschland insgesamt auch anhand der Ergebnisse der übrigen 15 Bundesländer darstellen. Demnach ist die Gesamtzahl der Insolvenzen um 6,2% und die der Unternehmen um 9,2% gestiegen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm mit 3,3% weniger stark zu. Da die Insolvenzen in letzter Zeit eher rückläufig sind, dürfte die Zunahme im April 2008 darauf zurückzuführen sein, dass die Osterfeiertage im Jahr 2007 im April lagen, 2008 jedoch nicht, und somit die Gerichte im April 2008 deutlich mehr Insolvenzanträge bearbeiten konnten als im Vorjahresmonat. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den April 2008 auf 2,7 Milliarden Euro gegenüber 2,3 Milliarden Euro im Vergleich zum April des Vorjahres. Von Januar bis April 2008 wurden 52 441 Insolvenzen (- 8,6%) verzeichnet, davon waren 9 928 Insolvenzen von Unternehmen (- 7,5%). Insgesamt registrierten die Gerichte 32 904 Verbraucherinsolvenzen, das waren 9,4% weniger als im Zeitraum von Januar bis April 2007. Die Veränderungsraten beziehen sich auf Berechnungen ohne Nordrhein-Westfalen. Eine zusätzliche Tabelle und eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de. Weitere Auskünfte gibt: Michael Ziebach, Telefon: (0611) 75-2811, E-Mail: gewerbeanzeigen-insolvenzen@destatis.de Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt Telefon: (0611) 75-3444 E-Mail: presse@destatis.de Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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