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Gehalt: Gleichberechtigung auf dem Prüfstand

Gehalt: Gleichberechtigung auf dem Prüfstand
Monster Wage Index: Geschlechterunterschiede beim Gehalt. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/31973 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH"

Eschborn (ots) - Internationaler Monster Wage Index Report offenbart deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen

   - Der Monster Wage Index zeigt, dass Männer in Deutschland im 
     Schnitt 23 Prozent mehr verdienen als ihre weiblichen Kollegen 

Gemeinsam mit der WageIndicator Foundation startet das Karriereportal Monster eine neue Serie zum Thema Gehalt: die Wage Index Reports. Inhalt dieser Reports ist die Analyse von Gehaltsstrukturen in Europa und in den USA hinsichtlich regionaler Unterschiede, Branchen und anderen vergleichbaren Faktoren. Zum Auftakt der Reihe widmet sich der Report dem Thema "Geschlechterunterschiede".

Ungleiche Bezahlung ist die Realität

Während viele in Europa und den Vereinigten Staaten glauben, dass sich die Gehälter von Männern und Frauen annähern, offenbaren die Ergebnisse des Wage Index eine andere Realität: Frauen werden in der Belegschaft zwar zunehmend präsenter, auch in Führungspositionen, allerdings erhalten sie nicht dieselben Gehälter wie ihre männlichen Kollegen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Einkommen - international gesehen - von Frauen durchschnittlich zwischen 22 und 29 Prozent niedriger ist als das von Männern. In Deutschland lebende Männer in leitenden Positionen erhalten z.B. durchschnittlich 16 Prozent mehr als ihre Kolleginnen auf den gleichen Positionen.

"Die Umfrage zeigt, dass Frauen in der Arbeitswelt nicht in gleichem Maße vergütet werden wie Männer" erklärt Dr. Martin Kahanec, Wissenschaftlicher Leiter bei CELSI (Central European Labour Studies Institute), derzeit Gastwissenschaftler im Programm für Arbeit und Arbeitsleben an der Harvard University. "Obwohl wir ein Wachstum der Frauenquote in leitenden Positionen verzeichnen, lässt sich diese Entwicklung in den Gehältern der Arbeitnehmerinnen selten wiedererkennen. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass männliche und weibliche Angestellte für gleichwertige Arbeit auch gleichermaßen vergütet werden. Männer und Frauen haben nur dann dieselben beruflichen Chancen, wenn Arbeitgeber ihnen gleichberechtigt ermöglichen, Familie und Karriere in Einklang zu bringen. Nur wenn Vorgesetzte dies meistern, profitieren sie von glücklichen Mitarbeitern und einem langfristigen Zuwachs herausragender Talente."

"Es mag keine Sofortlösung geben, die Gehälterkluft zwischen Männern und Frauen zu verringern. Dennoch gibt es für Frauen Wege, die Angelegenheit bei Arbeitgebern zu thematisieren", erklärt Bernd Kraft, Vice President General Manager der Monster Worldwide Deutschland GmbH. "Basis jedes Gesprächs ist eine gute Vorbereitung der persönlichen Erfolge, um in die Gehaltsverhandlung einzusteigen. Für Arbeitnehmer ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, die den eigenen Mehrwert für das Unternehmen deutlich machen. Diese Grundlage ist für Gehaltsverhandlungen essentiell und gilt für Frauen wie für Männer."

Die länderspezifischen Ergebnisse von USA, United Kingdom, Spanien und Deutschland im Überblick:

Soviel verdienen 
Frauen im 
Durchschnitt weniger 
als Männer              (DE)23%   (USA)29%    (UK)22%    (ES)26% 

Soviel höher ist die 
Entlohnung von 
Männern in leitenden 
Positionen im 
Vergleich zu Frauen 
in leitenden Positionen (DE)16%   (USA)42%    (UK)45%    (ES)35% 

Deutschland

   - Bei Arbeitnehmern in länger andauernden Anstellungsverhältnissen
     und/oder in Positionen mit einem höheren Maß an Verantwortung 
     ist ein abgeschwächter Gehaltsunterschied festzustellen. Männer 
     in leitenden Positionen verdienen rund 16 Prozent mehr als ihre 
     Kolleginnen. Hinsichtlich der Gehaltssteigerung nach zehn oder 
     mehr Jahren Berufserfahrung besteht beinahe kein Unterschied 
     zwischen Männern und Frauen: Der Gehaltsanstieg ist bei Männern 
     um nur 0,4 Prozent größer als bei Kolleginnen. 

USA

   - Während von den weiblichen Befragten nur 4 Prozent weniger in 
     leitenden Positionen arbeiteten, ist die Entlohnung von Männern 
     in leitenden Positionen 42 Prozent höher als die, ihrer 
     Kolleginnen. 

United Kingdom

   - Während Frauen durchschnittlich einen Gehaltsanstieg von 22 
     Prozent erwarten können, wenn sie in eine leitende Position 
     befördert werden, erwartet leitende Männer ein Anstieg von 
     durchschnittlich 40 Prozent.
   - Männliche Arbeitnehmer profitieren von großzügigeren 
     amtszeitbedingten Gehaltserhöhungen. Frauen erwartet nach zehn 
     oder mehr Jahren Berufserfahrung 38 Prozent mehr Einkommen, 
     während Männer sich nach derselben Zeit über 60 Prozent mehr 
     Vergütung freuen können. Als Basis des Vergleichs dienten die 
     Einstiegsgehälter von Berufsanfängern. 

Spanien

   - Nach zehn Jahren Berufserfahrung in einer Branche können 
     männliche Arbeitnehmer einen Gehaltsanstieg von 100 Prozent 
     erwarten, Frauen dahingegen 75 Prozent. 

Erhebliche Branchenunterschiede

Teilnehmer dieser Umfrage gehören verschiedenen Altersgruppen, Branchen und hierarchischen Positionen in ihren entsprechenden Berufen an. Die erhobenen Daten ermöglichten es Analysten, die größten Gehaltsunterschiede in der jeweiligen Branche zu ermitteln. Die gravierendsten Unterschiede sind den Branchen Healthcare, Finanzen, Versicherungen, Recht, Bildung und Forschung zu finden. Hier zeigte sich, dass Frauen zwischen 35-40 Prozent weniger verdienen als Männer.

Die Studienergebnisse im Vergleich

Frauen verdienen weniger   Deutschland, USA,     Deutschland
in den Bereichen           UK und Spanien       (Durchschnittswerte) 
                           (Durchschnittswerte)  

Healthcare                  34%                    19% 
Finanzen & Versicherungen   35%                    34% 
Recht                       40%                    27%
Bildung & Forschung         33%                    27%

 

Methode

Diese Analyse basiert auf dem WageIndicator Datensatz, der das erste Quartal, 2012 bis einschließlich das zweite Quartal, 2014 umfasst. Die Auswertung für Deutschland basiert auf Daten von Arbeitnehmern, die im Laufe dieser Zeit auf den Webseiten www.wageindicator.org, www.paywizard.org und dem Monster Newsletter freiwillig generiert wurden.

Teilnehmer  22.731(DE)  4.270(USA) 11.720(UK)  9.441(ES) 
Weiblich    59,79%(DE) 57,17%(USA) 59,66%(UK)  66,7%(ES) 
Männlich    40,21%(DE) 42,83%(USA) 40,34%(UK) 33,3% (ES) 

Über die WageIndicator Foundation

The WageIndicator Foundation started in 2001 to contribute to a more transparent labour market for workers and employers. It collects, compares and shares labour market information through (online & face-face) surveys and desk research. It serves as an online library for wage information, Labour Law and career advice. The WageIndicator Foundation is assisted by world-renowned universities, trade unions and employers' organisations and currently operates in 80 countries. In more than 20 countries - mainly in Africa, Asia, and Central America - the national WageIndicator websites are supported with offline actions like face-to-face surveys, fact finding debates and media campaigns. Their international staff consists of some 100 specialists spread over the whole world. The foundation has strong relationships with Monster since 2003. The WageIndicator Foundation is a global organization reaching millions on a monthly basis. For more information please visit: WageIndicator.org. WageIndicator Foundation has offices in Amsterdam (HQ), Ahmedabad, Bratislava, Buenos Aires, Cape Town, Dar es Salaam, Maputo and Minsk.

Über CELSI

Central European Labour Studies Institute (CELSI) - www.celsi.sk CELSI is an independent non-profit research institute based in Bratislava, Slovakia. It fosters multidisciplinary research about the functioning of Labor markets and institutions, work and organizations, business and society, and ethnicity and migration in the economic, social, and political life of modern societies. Supported by its network of Research Fellows and Affiliates and a Discussion Paper series, CELSI aims at making a contribution to the cutting-edge international scientific discourse. The largest international economics research database RePEc ranks CELSI as the No. 1 research institute in Slovakia. Hosting the Bratislava WageIndicator Office, CELSI has developed expertise in data management and services. Central European Labor Studies Institute (CELSI), Zvolenská 29 821 09 Bratislava, Slovakia. info@celsi.sk

Über Monster Deutschland:

Monster, www.monster.de, ist das bekannteste private Online-Karriereportal in Deutschland* mit einem umfassenden Service- und Informationsangebot rund um Beruf und Karriere. Monster bringt Arbeitgeber und qualifizierte Arbeitskräfte auf allen Karrierestufen zusammen und bietet Jobsuchenden passgenaue Unterstützung für die individuelle Karriereplanung. Dabei entwickelt und nutzt Monster fortschrittlichste Technologien im Bereich Digital, Social und Mobile. Als Internet-Pionier agiert Monster in über 40 Ländern. Seit der Gründung 1994 haben sich insgesamt weltweit über 200 Millionen Nutzer registriert. Firmensitz der Monster Worldwide Deutschland GmbH ist Eschborn bei Frankfurt/Main. Die Monster Worldwide Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen der Monster Worldwide Inc. mit Sitz in New York. Um mehr über monster.de zu erfahren, besuchen Sie die Website www.monster.de. Informationen über Monster Worldwide, Inc. (NYSE: MWW), finden Sie unter http://about-monster.com.

* Nielsen Studie, Juni 2013

Deutsche Presseinformationen finden Sie unter http://info.monster.de.

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Dr. Katrin Luzar
Tel.: 06196.99 92 -688; Fax: 06196.99 92 -922
E-Mail: katrin.luzar@monster.de
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