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Rheinische Post: Eigeninteresse an Gesundheit - Von ANTJE HÖNING

Düsseldorf (ots)

Wer raucht, erhöht sein Lungenkrebs-Risiko, Wer
Übergewicht hat, beschwört Herzerkrankungen herauf. Wer maßlos 
Alkohol trinkt, ruiniert die Leber. Sollen alle Beitragszahler, die 
auf sich achten, für individuelle Hemmungslosigkeit aufkommen müssen?
Eigentlich nein. Denn diese Kosten sind nicht schicksalhaft, sie sind
vermeidbar und damit kein Fall für eine Solidargemeinschaft. Der 
Vorstoß des CSU-Gesundheitsexperten Zöller weist damit auf ein 
ernstes Problem hin: Deutsche Patienten haben kein finanzielles 
Eigeninteresse am gesunden Leben. Darum ist es gut, dass nun das 
Vorsorgeheft kommt, um die Menschen wenigstens an die Krebsvorsorge 
zu erinnern. Zöllers Vorschlag, Übergewichtige stärker zur Kasse zu 
bitten, gehört dagegen in den Ordner "Sommerloch". Sollen die Kassen 
Gewichts-Kurven führen und Gutachter streiten, zu wie viel Prozent 
der Infarkt auf zu viel Eisbein zurückgeht?
Eigenverantwortung tut Not. Doch sie lässt sich viel intelligenter
über Selbstbehalte organisieren. Wer grundsätzlich die ersten Euro an
Krankenkosten selbst zahlen muss oder am Jahresende einen Teil seiner
Beiträge zurückerstattet bekommt, hat einen Anreiz, seine Zähne 
besser zu pflegen und maßvoller zu leben. Solche Tarife für alle hat 
Ministerin Ulla Schmidt den Kassen bisher verboten. Das zu ändern, 
wäre eine echte Gesundheitsreform gewesen.

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Telefon: (0211) 505-2303

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