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Rheinische Post

Rheinische Post: Es riecht nach Klage

Düsseldorf (ots)

Von Detlev Hüwel
"Ich wähle mir meinen Vorgesetzten." Nach diesem in 
Arbeitnehmer-Ohren geradezu paradiesisch klingenden Motto soll in NRW
künftig an den staatlichen Schulen die Position des Schulleiters 
besetzt werden. Gewiss, der Wille des Schulträgers - in der Regel 
sind das die Kommunen - bleibt dabei nicht außen vor, weil ohne 
dessen Zustimmung nichts läuft. Aber dennoch hat das Votum der 
jeweiligen Schulkonferenz herausragende Bedeutung.
Von daher rührt ein gewisses Unbehagen. Welcher Schulleiter wollte, 
wenn er sich erst einmal für diese nicht leichte Aufgabe entschieden 
hat, nicht wiedergewählt werden? Die zentrale Frage dürfte dann 
lauten, inwieweit er dann noch frei genug in seinem Handeln ist. 
Inwieweit kann sich der Amtsinhaber mit Blick auf die eigene Karriere
den Wünschen des Kollegiums und/oder der Schüler bzw. Eltern 
widersetzen? Die Neuregelung muss nicht, aber kann die Position der 
Schulleitung schwächen.
Hinzu kommen verfassungsrechtliche Bedenken, wie sie der 
NRW-Lehrerverband vorgetragen hat: Ist die Schulkonferenz zur 
Direktorenwahl gar nicht befugt? Noch gibt es das Gesetz nicht, und 
noch spricht es keiner aus - aber eine Klage vor dem 
Verfassungsgericht liegt in der Luft.

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Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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