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Rheinische Post: Erfolgsabhängig

Düsseldorf (ots)

Von Stefan Reker
Bemerkenswert reibungslos, angesichts der schmerzlichen 
Zugeständnisse beider Seiten, haben die großen Parteien gestern den 
Start in ihre Koalition beschlossen. Jetzt ist der Wahlkampf wirklich
beendet. Es kann der politischen Kultur nur gut tun, wenn die jeweils
andere Partei nicht länger als der Untergang Deutschlands 
gebrandmarkt wird. Die Probleme sind ohnedies dramatisch genug. Der 
Koalitionsvertrag umreißt nur den kleinsten gemeinsamen Nenner der 
künftigen Partner - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dass sie 
diesen Nenner gefunden haben, ist nach dem verbissenen Wahlkampf 
schon eine Leistung. Sie reicht allerdings bei weitem nicht aus, um 
das Land voran zu bringen. Die wirklich zukunftsträchtigen 
Veränderungen im Sozial- und Steuersystem können, ja müssen sich nun 
aus dem gemeinsamen Regierungshandeln entwickeln. Schon denken 
vermeintlich schlaue Taktiker darüber nach, mit welchen Tricks sie 
ihre Startposition für den nächsten Wahlkampf verbessern können. Doch
die klügeren Strategen auf beiden Seiten wissen, dass für sie nun 
gilt: Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Die Koalition ist zum 
Erfolg verdammt. Wenn sie nicht auf Leistung kommt, könnten am Ende 
beide Partner das Vertrauen der Wähler verspielen. Mit unabsehbaren 
Folgen.

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Rheinische Post
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