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Rheinische Post: Kommentar: Netz gegen den Terror

Düsseldorf (ots) - Das ohnehin schon nicht geringe Angstgefühl vieler Bürger ist unter anderem wegen der Anschläge in Ansbach und Würzburg spürbar gestiegen. Deutschland gehört zwar immer noch zu den sichersten Ländern, doch den Menschen ist nur zu bewusst, wie verletzbar die offene Gesellschaft ist. Dass Deutschland von einem größeren Anschlag bisher verschont blieb, ist nur ein glücklicher Zufall. Auch wenn die tatsächliche Gefahr wahrscheinlich geringer ist als die gefühlte: Die Politik muss auf das erheblich gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Bürger passende Antworten finden. Im Vorschlag, in jeder größeren Stadt eine zentrale Anlaufstelle für alle zu schaffen, die Veränderungen insbesondere bei muslimischen Jugendlichen beobachten, kann eine der Antworten liegen. NRW hat bereits 2014 ein Präventionsprogramm gestartet, das der Radikalisierung von Salafisten vorbeugen soll. Der Vorschlag des Städtebundes geht aber weiter: Er würde Präventionszentren bundesweit zu einer festen Einrichtung der Polizei machen und Wissensträger vor Ort vernetzen. Eine gute Idee.

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