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Rheinische Post: Kommentar: Teure Überstunden

Düsseldorf (ots) - In der Verwaltung des Landes teilen sich rund 350.000 Beschäftigte gut 290.000 Vollzeit-Stellen. Rechnerisch entfallen auf jede dieser Stellen aktuell rund 17 Überstunden, die entweder abgefeiert oder ausbezahlt werden müssen. Dass 17 Überstunden in vielen Berufen der freien Wirtschaft nicht der Rede wert sind, tut nichts zur Sache: Die Beamten und Angestellten des Landes dürfen ihren Anspruch gar nicht ignorieren. Deshalb ist er eine relevante Größe im Landesetat. Nur leider tauchen die 180 Millionen Euro, die dieser Anspruch das Land früher oder später kosten wird, in den Haushaltsplanungen des NRW-Finanzministers gar nicht auf. Dabei ist der Überstundenberg der Landes-Bediensteten genauso eine Form des Wirtschaftens auf Pump wie die Aufnahme neuer Kredite. Das wirksamste Mittel gegen die Überstunden in der Bürokratie wäre ein konsequenter Bürokratieabbau. Hätte NRW zum Beispiel wie alle anderen Bundesländer nur noch einen Sparkassen-Dachverband und nicht zwei, müsste der Finanzminister auch nur noch einen Dachverband überwachen.

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