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Rheinische Post: Kommentar: Hoffnung in London

Düsseldorf (ots) - Mitten im politischen Chaos, das derzeit in Großbritannien herrscht, ist der schnelle Wechsel in Downing Street von Premierminister David Cameron zu seiner Parteikollegin Theresa May eine gute Nachricht. Mit der resoluten Innenministerin wird nun eine versierte und durchsetzungsstarke Frau das momentan schwierigste Amt in Europa übernehmen. Wie im Falle ihrer Vorgängerin Margaret Thatcher sind genau dann Frauen für höchste Staatsposten erste Wahl, wenn die Männer nicht mehr weiterwissen. Von May ist zu erwarten, dass sie genau weiß, wo sie hin will. Sie will den Brexit nicht rückgängig machen, weil dies der Demokratie Hohn sprechen würde. Sie will aber auch keinen Bruch mit Europa, weil dadurch beide Teile, besonders aber ihr Land, schwer getroffen würden. Den Brexit so zu verhandeln, dürfte schon hart genug sein. Und vielleicht kommen die Briten nach jahrelangen Verhandlungen wieder zur Vernunft und revidieren den Beschluss. Jetzt gibt die Wahl Mays wenigstens Anlass zu ein bisschen Hoffnung.

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