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Rheinische Post: Kommentar
Rote Karte für Hooligans = von Gianni Costa

Düsseldorf (ots) - Es ist Fußball-Europameisterschaft - und Hooligans aus Russland, England, Deutschland und anderen Ländern bestimmen die Schlagzeilen. Die Krawalle bei der EM sind Schläge gegen den Sport. Es sind Kriminelle, die den Fußball als ihre Bühne missbrauchen. Die Uefa hat das richtige Zeichen gesetzt: Wer wiederholt randaliert, dessen Team fliegt. Und zwar aus dem Turnier. Auch wenn am Ende als einziges Land Island im Wettbewerb übrigbleibt, weil es die friedlichste Anhängerschaft hat. Damit nimmt die Uefa besonders die nationalen Verbände in die Pflicht, das Problem mit den Schlägertrupps endlich in den Griff zu bekommen. Die schieben die Verantwortung gerne von sich. Die Leidtragenden sind die Polizisten in Frankreich, die wegen der Terrorgefahr ohnehin schon am Limit arbeiten. Umso mehr muss man sich schütteln, wenn man Stimmen von russischen Politikern hört, die Straftaten ihrer Landsleute auch noch bejubeln. Die sind mit ihren verbalen Angriffen mindestens so gefährlich wie die Schläger auf den Straßen.

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