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Rheinische Post: Kommentar: Realität der Migration

Düsseldorf (ots) - Jeder Fünfte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, jedes dritte Kind ausländische Wurzeln. Doch zwischen dieser Entwicklung sowie der geistigen und strukturellen Verfassung des Landes besteht weiterhin eine enorme Diskrepanz. Gelebte Realität in Deutschland bleibt trotz aller Migrationsdynamik ein Nebeneinander, kein Miteinander. Zuwanderer sind häufiger arbeitslos, verdienen oft weniger und sind im Alter öfter armutsbedroht, wie ein neuer Datenreport bestätigt. Es kann sich rächen, wenn es nicht gelingt, die Erfolgschancen eines so großen und wachsenden Teils der Gesellschaft nachhaltig zu verbessern. Verfestigte Chancenungleichheit kann den sozialen Frieden bedrohen. Da braucht man gar nicht auf die Pariser Banlieues zu verweisen, es reicht ein Blick nach Duisburg. Ohne Bildung kein Aufstieg: Das gesamte Bildungssystem - von Kitas über Schulen bis zu Ausbildungsbetrieben und Hochschulen - muss mit deutlich mehr Ressourcen auf die speziellen Bedürfnisse der Vielzahl der Migranten eingestellt werden. Fehler der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen.

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