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Rheinische Post: Westspiel zahlte 500.000 Euro für nichts

Düsseldorf (ots) - Obwohl sie ihn schon vor fünf Jahren von sämtlichen Aufgaben entbunden hat, zahlt die landeseigene Westspiel-Gruppe einem ehemaligen Spielleiter im Casino Dortmund-Hohensyburg weiterhin ein jährliches Gehalt in Höhe von rund 100.000 Euro. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Montagausgabe). Demnach darf der untätige Westspiel-Mitarbeiter außerdem weiterhin privat seinen Dienstwagen nutzen - inklusive unbegrenzter Tankkarte. Ein Sprecher der Westspiel-Gruppe bestätigte den Vorgang: "Westspiel hat den Arbeitnehmer von seiner Funktion als Mitarbeiter der Spielbank entbunden und kann ihn aktuell nicht beschäftigen. " Man befinde sich in einer "langjährigen rechtlichen Auseinandersetzung mit ihm". Westspiel sei arbeitsrechtlich "gehalten, ihm seine Bezüge weiterhin zu gewähren". Der Fraktionsvize der FDP im Landtag, Ralf Witzel, will von der Landesregierung einen schriftlichen Bericht dazu einfordern. Witzel sagte: "Es kann doch nicht wahr sein, dass der NRW-Steuerzahler dem Mitarbeiter eines Landesunternehmens 100.000 Euro pro Jahr plus Dienstwagen zahlt, ohne dass für diesen Mann irgendeine Beschäftigung gefunden werden kann."

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