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Rheinische Post: Athen ist überfordert

Düsseldorf (ots) - Die Regierung in Athen ist mit ihrer Aufgabe, Griechenland aus der Krise zu führen, offenkundig völlig überfordert. Das machen nicht nur die wilden Interviews von Finanzminister Varoufakis deutlich, die seinem Land mehr schaden als nützen. Auch die Briefe, mit denen er die Eurogruppe zu raschen neuen Kreditauszahlungen überreden möchte, zeugen mehr von seinem ausgezeichneten, lyrischen Englisch als von praktischer Erfahrung. Umso dringlicher ist es, dass die griechische Regierung wieder mit der ungeliebten Troika kooperiert - und zwar sofort. Die Vertreter der EU-Kommission, der EZB und des IWF meinen es nicht böse mit Griechenland, das müssen Tsipras und Co. erkennen. Nur mit dem Fachwissen dieser Institutionen kann es gelingen, den Reformprozess fortzusetzen und Griechenland auf einen Wachstumspfad zurückzubringen. Tsipras hat seinen Wählern anderes versprochen, das ist wahr. Trotzdem muss sich die Reihenfolge seiner Schritte ändern: Erst muss er Reformen einleiten, dann kann er im zweiten Schritt auch mehr zur Armutsbekämpfung tun, nicht umgekehrt.

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