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Rheinische Post: Kommentar: Sanktionen statt Waffen

Düsseldorf (ots) - Die Einnahme der ost-ukrainischen Stadt Debalzewo durch die pro-russischen Separatisten stellt einen brutalen Bruch des zweiten Waffenstillstandsabkommens von Minsk dar. Und sie belegt, dass die von Russland unterstützten Kämpfer eine Feuerpause nur so lange einhalten, wie es ihnen in den Kram passt. Trotzdem kann die Regierung in Kiew nur darauf hoffen, dass sich Putins Landsknechte nach ihrem Triumph erst einmal mit den bisherigen Eroberungen zufriedengeben. Das Debakel hat endgültig gezeigt, dass die ukrainische Armee es nicht mit den von Moskau hochgerüsteten Separatisten aufnehmen kann. Auch im Westen klammert man sich an das längst gebrochene Minsk-Abkommen, weil es die einzige Hoffnung darstellt. Aber man wird darüber nachdenken müssen, was zu tun ist, wenn auch diese Hoffnung enttäuscht wird. Die Antwort kann nur darin bestehen, den Preis für Putins zynische Aggression mit zusätzlichen Sanktionen weiter nach oben zu treiben. Denn sonst werden irgendwann Waffen geliefert. Mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

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