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NRW braucht eine neue Industrialisierung = Von Michael Bröcker

Düsseldorf (ots) - Der künftige Wohlstand Nordrhein-Westfalens entscheidet sich in Ennepetal. In Bottrop, Neuss, Leverkusen, Iserlohn oder in Duisburg. Überall dort, wo sich industrielle Mittelständler durch Innovationen und Investitionen führende Positionen im Weltmarkt erarbeitet haben. Die Industrie ist - allen Unkenrufen zum Trotz - immer noch die Quelle der Wirtschaftsleistung des Landes. Doch sie versiegt allmählich. Seit 1991 wächst die Wirtschaft in NRW geringer als im Bundesschnitt. Auch, weil die Belastungen für die Industrie gestiegen und zugleich die Produktionskosten der weltweiten Mitbewerber gesunken sind. Wenn NRW den Wohlstand seiner Bürger sichern will, braucht es eine neue Industrialisierung. Der Sprung in die Digitalisierung, die Verbindung traditioneller Werkarbeit mit neuen Technologien könnte dies leisten. Die digitale Transformation benötigt wissenschaftliches Know-how, kreative Ideen und Unternehmergeist. All das hat NRW. Eine neue Industrialisierung ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir müssen das wollen. Proteste gegen notwendige Infrastrukturprojekte sind ebenso wenig hilfreich wie innovationsfeindliche Gesetzgebung. Sind wir also wirklich bereit für Wohlstand?

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