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Rheinische Post: Kommentar
Kluge Härte gegen Putin = Von Martin Kessler

Düsseldorf (ots) - Die Nato hat sich als Bündnis wiederentdeckt. Seit Russlands Präsident Putin den Westen als Feind betrachtet, sind die Partner der westlichen Allianz wieder näher zusammen gerückt. Wichtig ist, dass die Nato mit einer Stimme spricht. Das kann Putin beeindrucken. Weil der russische Präsident völkerrechtlich die Krim annektiert hat und offenbar eigene Truppen in der Ost-Ukraine einsetzt, muss ihm das westliche Bündnis hart entgegentreten. Dazu gehört der unbedingte Schutz der Nato-Partner in Osteuropa und die glaubwürdige Drohung, dort nach Bedarf Truppen zu stationieren. Auch die schrittweise Eskalation der Wirtschaftssanktionen passt hier hinein. Was nicht geht, sind markige Sprüche. Beim scheidenden Generalsekretär kommt manchmal der Verdacht auf, dass er mit seinen Angriffen auf Putin eher die eigene Bedeutung im Blick hat. Auch die angedrohte Aufkündigung des Partnervertrags mit Russland ist nicht klug. Der Westen braucht Festigkeit und einen langen Atem. Sollte Putin einlenken, muss er aber auf ihn zugehen. Alles andere wäre Harakiri.

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